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Die Geschichte der Puzzlestücke und Befreiung des Chaos'

Administrator


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Die Puzzlestücke und ihre Schutzpatronen

Puzzlestück

Schutzpatron

Friedhofpuzzlestück der Verstärker
Griechenlandpuzzlestück die Erschafferin
Märchenpuzzlestück der Erzähler
Krankheitspuzzlestück die Schutzzaubererneuerin
Boosterpuzzlestück der Ortsbewahrer
Irlandpuzzlestück der Schlüsselbewahrer
Illusionspuzzlestück der ultimative Beschützer*

*Ist von der Erschafferin so erwähnt worden.



Die Puzzlestücke und ihre
eigenen Schutzzauber/-Flüche

Puzzlestück

Schutzzauber/-Fluch

Friedhofpuzzlestück Magieimmunität
Griechenlandpuzzlestück sendet bei Berührung ungeheure Hitze aus
Märchenpuzzlestück versetzt alle Minderjährigen in Märchengeschichten, die Märchengestalten übernehmen die Körper der Minderjährigen
Krankheitspuzzlestück überträgt bei Berührung Mitwissenden eine Krankheit.
Boosterpuzzlestück steigert sämtliche Fähigkeiten aufs Maximum
Irlandpuzzlestück summender Amnesiezauber
Illusionspuzzlestück schafft eine lebensechte Illusion einer verstorbenen Person



Die Puzzlestücke und ihre
aktuellen Besitzer

Puzzlestück

Besitzer

Friedhofpuzzlestück Salija Preston
Griechenlandpuzzlestück Salija Preston
Märchenpuzzlestück Salija Preston
Krankheitspuzzlestück Salija Preston
Boosterpuzzlestück Salija Preston
Irlandpuzzlestück Salija Preston
Illusionspuzzlestück Salija Preston



Die Schutzpatronen und
aktuelle Mitwissende

Schutzpatron

Mitwissende

der Verstärker Lord Voldemort und seine engsten Todesser; Salija Preston und Daren Grimes; Orden des Phönix
die Erschafferin Salija Preston und Daren Grimes; Orden des Phönix
der Erzähler Salija Preston und Daren Grimes; Orden des Phönix
die Schutzzaubererneuerin Salija Preston und Daren Grimes; Orden des Phönix
der Ortsbewahrer Salija Preston und Daren Grimes; Orden des Phönix
der Schlüsselbewahrer Salija Preston und Daren Grimes; Orden des Phönix
der ultimative Beschützer Salija Preston und Daren Grimes; Orden des Phönix



Die Schutzpatronenpartner

Partner

Partner

der Verstärker die Schutzzaubererneuerin
die Erneuerin der ultimative Beschützer
der Erzähler der Ortsbewahrer
der Schlüsselbewahrer /
06.01.2017, 23:37
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Administrator


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Inhaltsverzeichnis zur Geschichte der Puzzlestücke
06.01.2017, 23:38
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Administrator


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Die Suche nach der ewigen Finsternis
beginnt bei Salija Preston

  • DIE VORGESCHICHTE
  • DIE ENTDECKUNG
  • DIE PROPHEZEIHUNG
  • DER SCHLÜSSELBEWAHRER
  • DAS ZWEITE PUZZLESTÜCK
  • DREI GRUPPEN EIN ZIEL
  • DIE GRIECHISCHE GÖTTIN ATHENE
  • Das PUZZLE DER KRANKHEIT
  • Das MÄRCHENPUZZLESTÜCK
  • Das BOOSTERPUZZLESTÜCK
  • 2. STUFE MÄRCHENPUZZLE
  • DAS MÄRCHENPUZZLE : DIE TÄUSCHUNG
  • DasKRANKHEITS- UND MÄRCHENPUZZLE : DER ORDEN
  • DIE BESESSENHEIT DES PUZZLESTÜCKS
  • Das KRANKHEITSPUZZLE: CASSIDY CORTÉZ
  • DIE SCHUTZPATRONEN: PARTNER
  • DAS KRANKHEITSPUZZLE: DER NACHFOLGER
  • Das FRIEDHOFSPUZZLETEIL : DER VERSTÄRKER
  • DER PARTNER DER SCHUTZPATRONIN SVEA
  • DIE NOVATORIN IN HOGWARTS
  • Teil 2
  • Teil 3
  • Teil 4

    DIE VORGESCHICHTE



    Ihr älterer Bruder Ethan Preston wurde durch die dunkle Seite der Zauberei verführt und schloss sich den Schwarzmagiern an. Man weiß bis heute nicht genau, ob er sich ihnen freiwillig anschloss oder gezwungen wurde.

    Salija selbst kehrte nach einer zwar erfolgreichen Aurorenausbildung in Großbritannien, aber mit gebrochenem Herzen zurück in ihre Heimat. Sie war verbittert darüber, dass ihre große Liebe Vincent Christensen sie abgewiesen hatte und suchte die Nähe zu ihrem Bruder Ethan, dem sie schon immer sehr nahe stand.

    Dieser hatte unterdessen eine wahrhaft seltene Entdeckung über eine immense Macht gemacht. Man vermutet, dass seine neuen Freunde eine besondere Rolle dabei spielten.

    Salija bemerkte den Wandel ihres Bruders und versuchte, ihn aus dem Kreise der Schwarzmagier zu ziehen. Sie war eine Aurorin und kämpfte gegen Schwarzmagier, also wollte sie ihren Bruder vor unnötiger Gefahr schützen. Sie glaubte nie daran, dass ihr Bruder ein böser Zauberer war. Er hatte einfach nur die falschen Freunde.

    Es folgte ein verhängnisvolles Zusammentreffen zwischen Bruder und Schwester. Salija wurde zusammen mit ihrem Aurorenkollege Ryan McKinnley beauftragt, mehrere Schwarzmagier dingfest zu machen. Wochenlang beobachteten sie die Schwarzmagier, kannten ihren gewohnten Tagesrhythmus und wussten, wann sie am Besten zuschlagen konnten.

    Und dann schlugen sie zu. Sie griffen in der Nacht an und wurden von den Schwarzmagiern überrascht. Eine Menge von ihnen hatte sich versammelt und besprach etwas Besonderes. Unter den Gästen befand sich auch Ethan Preston. Es kam zu einem wilden Gefecht, bei dem Salijas Partner Ryan ihren Bruder Ethan tödlich verletzte. Alle anderen konnten fliehen und ließen den schwerverletzten Ethan zurück, der in Salijas Armen starb.



    DIE ENTDECKUNG



    Der Tod ihres Bruders stürzte Salija in ein dunkles Loch. Zuerst wurde sie von ihrer großen Liebe abgewiesen und dann entriss ihr das Schicksal die wichtigste Bezugsperson in ihrem Leben. Sie verlor schließlich den Bezug zur Realität, ging nicht mehr zur Arbeit, verbarrikadierte sich daheim. Sie sann nach einer einzigen Sache: Rache. Sie wollte ihren Bruder rächen. Er war kein böser Zauberer und starb nur, weil er mit den falschen Zauberern verkehrte.

    Sie kreierte einen monströsen Plan. Zuerst verbündete sie sich mit den Zauberern, die ihren Bruder vom rechten Wege geführt hatten, dann töteten sie gemeinsam den Auroren, der Ethan getötet hatte. Ihr Schmerz war durch den Tod Ryans immer noch nicht gelindert, also tötete sie nacheinander alle Schwarzmagier, mit denen sie sich verbündet hatte. Sie brachte ihnen schmerzhafte Tode. Langsam nahm ihr Schmerz ab, aber er war immer noch da. Nun begann sie weiter zu foltern, zu töten, denn nur so linderte sie ihren Schmerz.

    Infolgedessen wurde sie immer mehr in den Bann der schwarzen Magie gezogen und suchte nach den Gründen des Seitenwechsels ihres Bruders.
    Sie stellte Nachforschungen an und erfuhr, dass er durch seine unglaubliche Entdeckung einer schier unwirklichen Macht in die falschen Kreise fiel. Er hatte längst vergessene Schriften gefunden, die über eine uralte Macht schrieben, die der Gottes gleich war.

    Den Schriften zufolge war diese Macht die Finsternis, ein Teil des Urzustandes, bevor die Welt überhaupt geschaffen wurde. Sie wurde eigenhändig von Gott verbannt, bis sie sich befreien konnte.

    Die Finsternis brachte Tod und Verderben über die gesamte Welt, bis schließlich sieben Helden zusammenfanden und sie erneut verbannten. Sie setzten ein verzaubertes Siegel auf die Kammer, in der sie die uralte Macht verbannt hatten. Sieben Puzzlefragmente entsprangen aus dem Siegel und gingen in die Obhut der sieben Helden über.

    Anhand weiterer Notizen ihres Bruders fand Salija heraus, dass er eines der sogenannten Puzzlestücke gefunden hatte. Er hatte das Puzzlestück sorgsam versteckt, aber Salija kannte ihren Bruder zu gut. Binnen kurzer Zeit war sie im Besitz des Puzzlestückes. Sie war fasziniert von seiner gewaltigen Macht und beschloss, nach den übrigen sechs Puzzlestücken zu suchen. Der Gedanke, eine gottesgleiche Macht zu besitzen, erfüllte sie mit einem neuen Lebensziel. Sie hatte ihre große Liebe verloren, sie hatten ihren großen Bruder verloren und glaubte gar nicht mehr daran, ihren Schmerz lindern zu können. Aber der Gedanke, mit einer uralten Macht die Welt verändern zu können, gab ihr einen neuen Grund zu leben.



    DIE PROPHEZEIUNG



    Niemand sollte etwas über ihr Vorhaben erfahren, also vernichtete Salija sämtliche Schriften ihres Bruders und tötete sogleich sämtliche Familienmitglieder der Schwarzmagier, die sie zuvor getötet hatte. Sogar deren Freunde und Bekannte wurden Opfer ihres monströsen Plans. Vor niemanden machte Salija halt.

    Während dieser Zeit vertraute sie nur einer einzigen Person: Daren Grimes. Ihre Schicksale waren ähnlich und sie schmiedeten weitere finstere Pläne, um sich an die Zauberwelt zu rächen.

    Am Gipfel ihrer Macht hatte Salija die gesamte Zauberwelt der vereinigten Staaten von Amerika untertan gemacht. Sie war von ihrer Macht derart geblendet, dass sie entschied, nach Großbritannien zurückzukehren, um ihrer großen Liebe zu präsentieren, was er abgeschlagen hatte. Sie wollte ihn leiden lassen, stattdessen wurde sie ein weiteres Mal von ihrem ehemaligen Mentor gedemütigt. Er bildete nicht nur wieder aus, nein, er wurde ein weiteres Mal Vater. Salija entführte das neugeborene Baby und hatte das perfekte Mittel, um ihre große Liebe zu verletzen.

    In dieser Zeit suchte Salija einen wahrhaftigen Wahrsager auf und fragte nach ihrer Begierden, ob sie Erfolg haben würde, die Finsternis zu befreien. Statt eine Antwort zu erhalten, sprach der Wahrsager eine Prophezeiung über Salija aus. Die Prophezeiung besagte, dass Salija durch das neugeborene Kind ihrer großen Liebe sterben würde. Das Produkt wahrer Liebe würde ihr Ende sein, da sie selbst nie erfuhr, was wahre Liebe bedeutete. Das Kind, das sie Tage zuvor entführt hatte, würde sie eines Tages töten. Salija wollte das nicht wahrhaben und tötete den Wahrsager.

    Salija war hin- und hergerissen. Einerseits wollte sie das Baby sofort töten, um mit allen Mitteln zu verhindern, dass die Prophezeiung sich je erfüllen würde. Andererseits wollte sie Vincent und Gabriella eine lange Zeit leiden sehen, bevor sie ihnen den toten Körper ihres Neugeborenen zuschicken würde. Darüber hinaus entwickelte sich ein weiteres Problem. Das Baby ähnelte seinem Vater dermaßen, dass sie sich ein zweites Mal verliebte. Sie wusste nicht, was sie mit dem Baby anstellen sollte, bis zu dem Tag, an dem sie einen Schutzpatron traf. Er war ein Nachfolger jener sieben Helden, die die Finsternis verbannten.



    Der Schlüsselbewahrer



    Aus den Schriften ihres Bruders wusste sie, dass die Helden ihre Puzzlestücke weitergegeben und ihre Nachfolger mit bestimmten Fähigkeiten und besonderen Informationen ausgestattet hatten. Salija quälte den Schutzpatronen mit all den Mittel, die ihr Repertoire zu bieten hatte. Schließlich brach sie ihn und erfuhr eine bedeutende Information über die sieben Artefakte: Dieser Patron war der Geheimniswahrer des Schlüsselbewahrers. Das Siegel der Finsternis konnte selbst dann nicht gebrochen werden, wenn alle sieben Puzzlestücke vereint waren. Salija wollte mehr wissen, aber der Patron gab nicht mehr preis. Das hinderte Salija aber nicht daran, mehr herauszufinden. Sie durchforstete sein Gedächtnis und gelang schließlich an das Wissen, das jener Patron verbarg. Der Schlüsselträger musste ein Produkt wahrer Liebe sein, das unwissentlich töten musste, um seine reine Seele zu beflecken. Durch diese Befleckung seiner reinen Seele würde der Schlüsselträger in der Lage sein, das Siegel zu brechen. Salija war derart wütend, dass sie ungewollt das Gedächtnis des Schutzpatrons irreparabel zerstörte. Woher sollte sie wissen, ob ein Mörder ein Produkt wahrer Liebe war? Sie war verzweifelt, bis sie den Säugling ansah, der in seinem Bett schlief. Ihre Untergangsprophezeiung hatte gesagt, das Produkt wahrer Liebe würde sie töten. Der Zweitgeborene ihrer großen Liebe war ein Produkt wahrer Liebe. In diesem Moment beschloss Salija, den Jungen doch nicht zu töten. Stattdessen sollte er leben und töten, um zu ihrem Schlüsselträger zu werden. Sie wollte den Jungen aufziehen, ihm ihre Prinzipien einprägen und schließlich auf seine Familie loslassen, die er dann unbewusst töten sollte. Doch es brauchte Zeit, um den Neugeborenen derart zu manipulieren, dass er durch bestimmte Reaktionen zum Töten veranlasst werden würde. Die Zeit war Salija nicht gegeben. Nach einem Jahr der Suche fand Vincent Christensen sie und seinen Sohn. Der Junge kehrte zurück zu seiner richtigen Familie und Salija landete in Askaban. Vincent und Gabriella Christensen nannten ihren Sohn Matthew Andrew Connor Christensen.


    Salija war erzürnt, dass sie durch einen kleinen Fehler und einen Verrat den Jungen und ihre Freiheit verloren hatte. Sie hoffte aber, dass der Junge genug beeinflusst war. Askaban selbst hielt die dunkle Hexe nicht auf. Daren Grimes, mittlerweile der Leiter der magischen Strafverfolgung der MACUSA, drang in Askaban ein und wollte seine Mitstreiterin befreien. Statt zu fliehen, entschied Salija, in Askaban zu verweilen. Sie würde von dort aus ihren Plan weiterverfolgen, die übrigen sechs Puzzlestücke zu finden. Daren erfuhr sämtliche Informationen über weitere Puzzlestücke, die sie während ihrer Abwesenheit der USA gefunden hatte, damit er ihre Aufgabe übernehmen konnte. Salija verweilte nun in Askaban, um keinen Verdacht zu schöpfen. Niemand sollte erfahren, dass sie auf der Suche nach einer Gottesmacht war.



    Das zweite Puzzlestück



    Durch Salijas Wissen fand Daren ein zweites Puzzlestück auf einem Friedhof in Yorkshire. Das Puzzlestück wurde in einer Gruft versteckt und durch einen starken Anti-Abwehrzauber geschützt. Kein magisches Wesen konnte die Gruft betreten, weshalb Daren einen Muggel namens Chace Vaughan beauftragen ließ, das Puzzlestück aus der Gruft zu holen.

    Unterdessen erfuhr Lord Voldemort von der sogenannten ewigen Finsternis und beschloss, sich diese Macht an sich zu reißen. Die Todesserin Delia fand außerdem heraus, dass sich eines der Puzzlestück auf einem Friedhof in Yorkshire befand. Der dunkle Lord schickte seine Todesser los und ließ sie sämtliche Friedhöfe Yorkshires untersuchen, bis sie schließlich fündig wurden. Sie fanden den richtigen Friedhof und zerstörten mit gemeinsamer Kraft den Schutzzauber und drangen in die Gruft ein. Dort stellten sie fest, dass das Puzzlestück bereits verschwunden war, denn Daryll Grimes war schneller gewesen und war bereits im Besitz des Puzzlestückes. Die Todesser zerstörten den Friedhof und kehrten demütig zu ihrem Meister zurück.

    Die Zerstörung des Friedhofes blieb sowohl der Muggel- als auch Zauberwelt nicht verborgen. Die Muggel konnten sich die plötzliche Zerstörung nicht erklären, die Zauberer mussten die magischen Spuren verschwinden lassen und Muggelgründe dafür erfinden. Albus Dumbledore kannte den wahren Übeltäter und glaubte dadurch zu wissen, dass Lord Voldemort die schier unglaubliche Macht der Finsternis begehrte. Durch Melody Carpenter bestätigte sich seine Vermutung. Sie wusste über das versteckte Puzzlestück Bescheid und versuchte den Orden zu warnen. Leider zu spät, Daren Grimes war bereits im Besitz des Puzzlestücks.



    Drei Gruppen ein Ziel



    Nun wussten bereits drei Gruppieren über das Geheimnis der Puzzlestücke Bescheid: Salija Preston und ihr treuer Freund Daren Grimes, Lord Voldemort und seine Todesser und Albus Dumbledore samt seiner Ordensmitglieder.

    Der irische Todesser Darragh, einer der sogenannten Informationsbringer-Todesser, verfolgte ein Aberglauben und erkannte, dass sich hinter diesem Aberglauben ein Puzzlestück verbarg. Darragh informierte seinen Meister sofort, der kurze Zeit später ein Todesser-Trupp nach Carrantuohill. Währenddessen war das Ordensmitglied Tai Ventrio am Carrantuohill, weil sein Quidditchteam dort trainierte. Einer seiner Teamkollegen erzählte Tai, dass der Berg eine geheimnisvolle Höhle beherbergte. Als Ordensmitglied wollte der Quidditchspieler der Höhle auf der Spur gehen und herausfinden, ob es eine besondere Höhle war. Er fand ziemlich schnell den Eingang der Höhle, konnte sie aber nicht betreten. Tai erkannte, dass er Tribut bezahlen musste. Durch den Blutzoll geschwächt betrat der junge Mann die Höhle und untersuchte sie. Nach einiger Zeit merkte er jedoch, dass er nicht alleine war, denn die Todesser Bellatrix Lestrange, Jamira Jones und Frances Black betraten die Höhle und suchten nach dem Puzzlestück. Das Ordensmitglied rief Verstärkung. Die Ordensmitglieder Amy Grace und Vincent Christensen erschienen. Es entbrannte ein gewaltiger Kampf zwischen Todessern und Ordensmitgliedern. Um weiter ins Innere der Höhle vorzudringen, musste man weiter Blutzoll zahlen. Die Anwesenden zahlten den Tribut und drangen trotz des Kampfes weiter in die Höhle ein. Schließlich trat Bellatrix in eine Kammer, in der sie nicht mehr klar denken konnte. Ein gewaltiges Summen in ihrem Kopf hinderte sie daran, in die Kammer weitereinzutreten. Sie machte kehrt und stellte freudig fest, dass ihr Meister Lord Voldemort höchstpersönlich erschien. Insgeheim vertraute der dunkle Lord seinen Todessern nicht und wollte das Puzzlestück selbst holen. Bellatrix zeigte ihm sofort die summende Kammer. Der Schwarzmagier stellte fest, dass dort das Puzzlestück war und zerstörte sogleich die gesamte Kammer mit einem Explosionszauber. Der Zauber war gebrochen und in den Trümmern fand er das Puzzlestück. Triumphierend verschwand der dunkle Lord mit seinen Todessern.



    Die griechische Göttin Athene



    Der Triumphzug der Todesser sollte fortwähren. Die bis dato Verlobte Mike Milows Raquel Poynter war Archäologin und kannte ebenfalls das Geheimnis um die Puzzlestücke. Zusammen mit ihrer Freundin Maria wollte sie mehr erfahren und die Archäologinnen fanden schließlich ein weiteres Versteck der Puzzlestück: der Tempel der griechischen Göttin Athene. Das unterirdische Versteck war durch ein Rätselzauber geschützt. Die Archäologinnen bewältigten den Rätselzauber und fanden sich vor einer neuen Hürde. Der weitere Weg war durch die vier Elemente Erde, Feuer, Luft und Wasser geschützt. Die erschöpften Archäologinnen brachen an dieser Stelle ab und kehrten zu ihrer Unterkunft zurück. Dort schrieben sowohl Raquel als auch Maria einen Brief an eine Person. Raquel informierte ihren Ehemann Mike darüber, dass sie einem Puzzlestück gefährlich nahe waren. Dahingegen schrieb Maria dem Ordensmitglied Samuel Sparks und informierte diesen mit der gleichen Information wie Raquel. Mike Milow benachrichtigte den dunklen Lord, wohingegen Samuel Sparks den Orden über das Puzzlestück in Kenntnis setzte. Beide Seiten schickten Mitglieder nach Griechenland, um nun selbst das Puzzlestück zu borgen. Die Todesser Frances Black und Mike Milow bewältigten den Vier-Elemente-Tunnel und fanden das Puzzlestück. Sie wurden kurz darauf von Ordensmitgliedern empfangen. In diesem Tumult trat plötzlich eine weitere Person in den Vordergrund. Der Muggel Chace Vaughan war ein weiteres Mal beauftragt worden, ein Puzzlestück zu schnappen. Als Muggel konnte Chace den geheimen Eingang zum Untergrundtunnel nicht finden, weshalb er mit einem Tarnumhang vor dem Tunnel lauerte, bis die Todesser hervortraten. Mit Hilfe des magischen Mittels Finsternis-Instantpulver verfinsterte der Muggel den Todessern die Sicht, setzte ihnen schwer zu, riss das Puzzlestück an sich und verschwand sogleich.

    Unterdessen folgte ein schwerer Rückschlag für Salija Preston. Trotz der Tatsache, dass Daren zwei weitere Puzzlestücke in seinen Besitz brachte, war da noch ein drittes Puzzlestück in ihren privaten Räumen: Das Puzzlestück ihres geliebten Bruders Ethan. Um seinen Schein zu wahren, enthüllte Daren das geheime Versteck der gefährlichsten Hexe der amerikanischen Zaubergeschichte. Unter den Ermittlungspersonen war auch Sky Christensen, der zuständig für die Entfernung schwarzmagischer Magie war. Dort fand eine besonders gut versteckte Diamantenkette seine Aufmerksamkeit. Die Kette war mit starker schwarzer Magie versehen, sodass der interessierte Zauberer sie mitnahm und weiter untersuchte. Er löste sämtliche schwarze Magie und beschloss, die Diamantenkette auf einer Wohltätigkeitsauktion in seiner Heimat in Großbritannien versteigern zu lassen. Dem jungen Mann war gar nicht bewusst, dass er ein uraltes Artefakt in seinen Händen hielt, sodass Jake Harrison die Kette für seinen Großvater ersteigerte. Die Diamantenkette kam jedoch nie in den Besitz von Jakes Großvater. Stattdessen aktivierte sich sein besonderer Zauber und zwang Jake dazu, das Objekt in seinem Besitz zu lassen. Daren war sich überhaupt nicht bewusst, dass Salija bereits vor ihrer Gefangenschaft ein Puzzlestück gefunden hatte, weshalb er nichts unternahm. Stattdessen suchte er weiter nach neuen Informationen.



    Das Puzzle der Krankheit



    Währenddessen aktivierte sich ein weiteres Puzzlestück. Durch gebundene Magie erkannte jenes Puzzlestück, dass mehrere Puzzlestücke in Großbritannien waren und entdeckt wurden. Es war, als ob das Puzzlestück ein Bewusstsein besaß. Es wollte die weitere Verbreitung verhindern, weshalb es aus seinem Schlaf erwachte. Armando Dippet, seiner Zeit Schutzpatron jenes Puzzlestücks, behütete es in Hogwarts und verbarg es in einem Portrait. Der damalige Schulleiter glaubte, dass das Puzzlestück niemals in Hogwarts entdeckt werden würde. Sein Glaube hielt beinahe 100 Jahre, dann aktivierte sich das Puzzlestück. Das junge Ravenclawmädchen Annie Cortéz fand das Puzzlestück in Gestalt eines Amuletts. Nun nahm das Schicksal seinen Lauf. Das Puzzlestück wurde großzügig weitergereicht, denn es nahm für den Betrachter die Gestalt eines begehrten Gegenstandes an, den die Person unbedingt besitzen wollte. Die Macht des Puzzlestückes spielte zweierlei: Es wollte einerseits den Verursacher der entdeckten Puzzlestücke aufspüren und vernichteten, andererseits infizierte es jeden Träger mit Krankheitssymptomen. Dadurch verhinderte das Puzzlestück, dass seine Existenz aufgedeckt wurde, denn die Infizierten plagten sich mit Krankheiten herum und vergaßen dabei, dass sie das Puzzlestück in ihrem Besitz hatten.

    Lord Voldemort hatte erfahren, dass eines der Puzzlestücke die besondere Fähigkeit besaß, Krankheiten auszusenden, um sich vor seiner Entdeckung zu schützen. Darum versammelte er sämtliche Todesser und erklärte ihnen besonders wachsam zu sein, falls auffällige Krankheitswellen auftauchen würden. Er schickte unter anderem auch einer Spionin in Hogwarts eine Nachricht. Die Schülerin Samantha Sallow erhielt den Auftrag, ihn sofort zu benachrichtigen, falls unerklärliche Krankheitswellen Hogwarts erfassten. Der dunkle Lord glaubte, dass Dumbledore wohlmöglich das Puzzlestück in Hogwarts beherbergte, denn Hogwarts hatte tausend Facetten.



    Das Märchenpuzzlestück



    In etwa der gleichen Zeit tätigte der Zauberer Spencer Craven eine Reise nach Deutschland, wo er einer alten Geschichte über ein längst vergessenes Dorf nachging. Als Historiker war er stets an neuen Entdeckungen interessiert und wollte sich selbst beweisen, dass er zu etwas fähig war. Anfang des 20.Jahrhunderts fanden merkwürdige Ereignisse in einem Muggeldorf statt. Sämtliche Kinder imitierten die Märchen der Gebrüder Grimm nach. Jedenfalls glaubten die Bewohner das damals. Sie wussten nicht, dass ihre Kinder wirklich die Identitäten der Märchenfiguren annahmen und sich einen Kampf um Leben und Tod lieferten. Die bösen Charaktere gewannen schlussendlich und töteten alle guten Charaktere. Doch die Gier der bösen Märchenfiguren war derart groß, dass sie sich gegenseitig umbrachten und das Dorf dabei vernichteten. Die Muggel konnten sich die Vorkommnisse nicht erklären und verschleierten das Massaker, bis deutsche Ministeriumsangestellte Wind davon bekamen und das Geheimnis versuchten zu lüften. Die Zauberer erkannten, dass Magie hinter dem Massaker steckte, sie konnten es aber nie aufklären. Also verschleierte das deutsche Zaubereiministerium den Fall und verschiedene Erzählungen entstanden über das Massakerdorf. Der ängstliche Mann fasste allen Mut zusammen und erkundigte das Mysterium. Er fand schließlich heraus, dass ein Buch das Massaker verursacht hatte. Er wusste nur nicht, dass das Buch in Wahrheit ein Puzzlestück war. Nach der Aufklärung kehrte Spencer Craven nach Großbritannien zurück und übernahm schließlich die Vertretungsposition des Lehrers für Verteidigung gegen die dunklen Künste. Der junge Mann wusste, dass eine große Macht in diesem Buch steckte, also wollte er es dem größten aller Zauberer zeigen: Albus Dumbledore.

    Aufgrund vieler Mobbingattacken vergaß der Vertretungslehrer, dass er dem Schulleiter das verzauberte Buch überreichen wollte. Es blieb verborgen in seinem Büro. Unterdessen verbreitete das bereits dortige Puzzlestück weiter seine Magie. Das Puzzlestück infizierte weiter Schüler mit Krankheiten, um seine Existenz zu wahren. Madam Pomfrey und die Zaubertranklehrer Josh Conelly und Sam Milow konnten sich die plötzliche Krankheitswelle nicht erklären und besaßen auch keine Möglichkeiten, diese zu stoppen. Die Schülerin Samantha Sallow fand indessen heraus, dass hinter den Krankheiten ein Gegenstand steckte und benachrichtigte kurz vor Schuljahresende den dunklen Lord. Sie berichtete ihm auch, dass Jeb Cartwright der momentane Besitzer des Gegenstandes war.

    Durch den plötzlichen Tod des Vertretungslehrers kam das magische Buch nie in Dumbledores Hände. Stattdessen fiel einem der Hauselfen das Buch aus einer Kiste, während sie das Büro des verstorbenen Lehrers ausräumten. Dadurch wurde der Schutzzauber aufgelöst, den Craven auf das Buch gesetzt und die Magie jenes Puzzlestückes bisher zurückgehalten hatte. Hogwarts nahm sich seiner an. Langsam verbreitete das Puzzlestück seine Magie, bis schließlich das gesamte Schloss davon betroffen war. Das Puzzlestück im Besitz von Jeb Cartwright hielt sich von nun an im Hintergrund, denn die Magie des Buches würde sämtliche Mitwissenden beseitigen.

    Lord Voldemort schickte seine Todesser los. Sie sollten nach notwendigen Informationen über Jeb Cartwright suchen. Er erfuhr, dass der Schüler eine Liaison mit Annie Cortéz hatte, der Nichte einer treuen Todesserin. Der dunkle Lord beauftragte Cassidy Cortéz mit der Aufgabe, das Puzzlestück zu beschaffen.



    Das Boosterpuzzlestück



    Jake Harrison hatte die vermeintliche Diamantenkette Salija Prestons nie seinem Großvater gegeben. Das Puzzlestück hatte sich an Jake gebunden und schlüpfte langsam in Jakes Gedanken ein. Durch die Entdeckungen der anderen Puzzlestücke fürchtete sich jenes Puzzlestück und verband sich mit Jake. Das Puzzlestück würde seine Kraft auf Jake übertragen, um sich vor seiner Entdeckung zu schützen. Als Daren Grimes erfuhr, dass Jake wohlmöglich ein Puzzlestück besaß, schickte er eine Truppe los, um den Auroren zu überwältigen. Das Puzzlestück ahnte die Gefahr und befahl dem jungen Mann zu fliehen. Überstürzt verließ Jake ohne Erklärungen das Land. Ein monatelanges Wettrennen durch Europa fand statt. Jake konnte die Gruppe bis auf eine Person dezimieren. Der Showdown zwischen den Wettstreitern fand in Budapest statt. Dort fand Kampf um Leben und Tod statt. Die Macht des Puzzlestückes stärkte Jakes Fähigkeiten dermaßen, dass der Verfolger keinerlei Chance hatte und den Kampf verlor. Jake glaubte nicht, dass die Suche nach ihm aufhörte, bis er endlich tot war, also verwandelte er seinen toten Verfolger in ein Abbild seiner selbst. Der Leichnam wurde später als Jake Harrison identifiziert und alle Welt glaubte, dass der Auror getötet wurde. Nichtsdestotrotz befahl das Puzzlestück Jake, weiter zu reisen, um sich zu schützen.



    2.Stufe: Märchenpuzzlestück



    Ein neues Schuljahr begann in Hogwarts und all die Schüler kehrten zurück ins ehrwürdige Schloss. Durch das aktivierte Puzzlestück erhielt jeder Schüler unter achtzehn Jahren eine Persönlichkeit aus den Märchengeschichten der Gebrüder Grimm und Hans Christian Anderson. Die Märchenfiguren nisteten sich in die Seelen der Schüler ein und übernahmen gänzlich die Kontrolle. Um ihre Tarnung zu wahren, behielten die Märchengestalten bestimmte Eigenschaften ihrer Wirte. So konnten sie gepflegt dem Unterrichtsalltag nachgehen. Nach den Unterrichten aber übernahmen die Märchenfiguren das Schloss. Ein Kampf zwischen Gut und Böse entbrannte. Der Fluch konnte nur durch drei Dinge aufgehalten werden: Man erreichte das achtzehnte Lebensjahr und verlor seine Unschuld, das jeweilige Märchenpaar erlebte sein Happy End oder man zerstörte das Buch. Manche Schüler wurden vom Fluch erlöst, als sie das achtzehnte Lebensjahr erreichten wie beispielsweise Jeb Cartwright und Annie Cortéz. Es gelang außerdem nur einem Märchenpaar sein Happy End zu erleben: Schneewittchen und ihr Prinz trotzten der bösen Königin und fanden zueinander. Schließlich wurde der gesamte Fluch aufgelöst, als der Spielmann das Buch zerstörte. Das zerstörte Buch änderte seine Gestalt und wurde zu einem Schlüssel, den der nun zurückgekehrte Nathan Gifford an sich nahm. Sofort reaktivierte sich das Puzzlestück im Besitz von Jeb Cartwright und die Krankheitswelle begann von neuem.

    Als aktueller Besitzer des Puzzlestücks traf es Jeb Cartwright besonders schlimm. Das Puzzlestück ahnte, dass es aufgespürt werden würde und verschlimmerte Jebs Zustand. Cassidy suchte immer weiter den Kontakt zu ihrer Nichte, bis diese ihrer Tante schließlich von Jebs Zustand unterrichtete. Cassidy wusste natürlich, dass Jeb Opfer des Puzzlestücks war und versprach ihrer Nichte zu helfen. Sie verschaffte sich durch die peitschende Weide einen Zutritt nach Hogwarts. Sie wurde von zwei weiteren Todessern begleitet, die sie als indische Heiler ausgab. Annie und Jeb erzählten ihnen alles, was sie über die Krankheitswelle wussten. Das Puzzlestück reagierte sofort, als einer der vermeintlichen Heiler Jeb berührte. Der Todesser wusste nämlich über das Puzzlestück Bescheid und wurde sogleich mit einer Krankheit infiziert. Cassidy erklärte ihrer Nichte, dass es keine andere Möglichkeit gab, als den Träger zu töten. Annie klammerte sich verzweifelt an Jeb, sodass das Puzzlestück den Wirt wechselte, um sich selbst zu schützen. Im letzten Moment erkannte Cassidy den Wechsel und wollte ihre Nichte töten. Ein kurzer Kampf zwischen den Todessern und dem Schüler Jeb entbrannte. Der junge Mann konnte jedoch nichts tun. Er musste mit ansehen, wie seine Freundin getötet wurde, jedenfalls sollten er und jeder andere das glauben. Cassidy täuschte Annies Tod vor, um selbst vom Puzzlestück zu profitieren. Sie tauchte nie wieder beim dunklen Lord auf, sondern behielt ihre Nichte bei sich, nahm ihr sämtliche Erinnerungen und verschwand mit ihr.



    Das Märchenpuzzle: Die Täuschung



    Während der Ferien gab Nathan Gifford das Märchenpuzzlestück an Annie Cortéz - ihrem Grab. Er trug unterdessen ein Duplikat bei sich, damit sein Täuschungsmanöver nicht aufflog. Nathan war sich nämlich bewusst, dass der Schlüssel starke Magie beinhaltete. Schon bald zog er die Aufmerksamkeit der Todesser Frances Black, Tom Carter und Mike Milow auf sich. Durch das Gerede über einen Märchenfluch in Hogwarts wurden die Todesser aufmerksam auf ihn. Immerhin war durch einige Schüler wie Maddison Shaw bekannt, dass er den Fluch zerstört und das Puzzlestück an sich genommen hatte. Die Todesser schnappten sich Nathan und seinen Freund Dorian Blackwood und folterten sie, um den Aufenthaltsort des wahren Puzzlestücks zu erfahren, da sie schnell herausfanden, dass der Schlüssel von Nathan ein Duplikat war. Die Schüler bekamen unerwartet Hilfe vom Sam Milow, der von seinem Vater beauftragt wurde, Veritaserum herzustellen. Sam flößte den beiden jungen Männern etwas anderes ein, sodass sie über den wahren Aufenthaltsort lügen konnten. Nathan und Dorian versicherten den Todessern, dass sie das Puzzlestück bei den Niagara-Fällen versteckt hatten. Die Todesser reisten sofort da hin, um das Puzzlestück zu holen. Es war Fehlschlag und sie kehrten erboster denn je zurück. Zusammen mit der Todesseranwärterin Samantha Sallow quälten sie Nathan und Dorian weiter. Mike wurde das Prozedere zu langwierig, er griff zu noch brutaleren Mitteln, sodass schließlich Chaos entstand. Sam griff ins Spiel ein und konnte den Todessern Einhalt gebieten. Er versprach ihnen, dass er den Jungs schon das Geheimnis des Puzzlestücks entlocken würde. Es entpuppte sich aber als Lüge. Statt den Todessern zu helfen, half Sam den hilflosen Jungs. Er entwickelte einen Plan, um seinen Vater und die Todesser zu täuschen. Sam tat sich mit Gregory Jones zusammen, um das Puzzlestück sicher zu verstecken. Nathan und Dorian verweilten derweil weiter im Verließ von Mikes Haus, bis an dem Tag, an dem Vollmond war. Dorian verwandelte sich in einen Werwolf und die ganze Situation eskalierte. Mike gestand sich ein, dass er bald ein gesuchter Mann war. Er konnte das Puzzlestück nicht finden und Lord Voldemort drohte ihm mit einer harten Strafe. Nathan und Dorian waren wieder frei. Nach einer Erholungsphase teilte Nathan Sam mit, wo das wahre Puzzlestück war. Sie kehrten zu Annies Grab und Sam nahm das Puzzlestück in seine Obhut. Er versteckte es sicher und täuschte seinen Vater ein letztes Mal, um vor ihm sicher zu sein.

    Daryll Grimes gab nicht auf und fand heraus, dass Jake Harrison seinen Tod initiiert hatte. Sein Handlanger konnte Jake in Paris aufspüren, wo er momentan residierte und sich in Sicherheit wog. Darylls Handlanger beauftragte den mittlerweile bekannten Hexenjäger Chace Vaughan, der ihm bereits zwei Mal geholfen hatte, ein Puzzlestück zu bekommen. Der Muggel nahm das Angebot dankend an, denn seine Geldressourcen waren wieder einmal beträchtlich gesunken. Ausgestattet mit magischen und Muggel- Hilfsmitteln reiste Chace nach Paris, um Jake zu töten.



    Das Krankheits- und Märchenpuzzle: Der Orden



    Währenddessen konnte der Orden des Phönix einen kleinen Erfolg verbuchen. Zwar hatte der Orden vom Krankheitspuzzlestück erfahren, das in Hogwarts wütete, aber gefunden hatten sie es nicht. Während das Märchenpuzzlestück in Hogwarts herrschte, konzentrierte sich der Orden so sehr auf das Krankheitspuzzlestück, dass sie das Märchenpuzzlestück überhaupt nicht realisierten. Beide Puzzlestücke verschwanden auf mehr oder weniger traurige Art und Weise. Der Orden hatte zwar viele Rückschläge zu ertragen, aber Dumbledores Reisen waren nicht umsonst. Er erkundigte sämtliche Vorkommnisse der Puzzlestücke und fand heraus, dass ein Muggel hinter der Erbeutung zweier Puzzlestücke steckte. Seitdem ließ Dumbledore den Muggel nicht mehr aus den Augen und beobachtete ihn ständig. Seine Geduld zahlte sich aus. Der mysteriöse Auftraggeber suchte Chace Vaughan auf und beauftragte ihn mit einer weiteren Beschaffung eines Puzzlestückes. Daraufhin veranlasste Dumbledore ein Ordenstreffen und besprach die Situation mit seinen Verbündeten. Gabriella Christensen, Storm Drewberry und Gregory Jones übernahmen den Auftrag, den Muggel zu observieren und das Puzzlestück in ihre Obhut zu holen.

    Chace Vaughan beobachtete einige Tage das Haus, in dem Jake Harrison lebte und bereitete alles für seinen Angriff vor. Eines Abends brach Chace in das Haus ein und überraschte den sichergeglaubten Jake. Es entbrannte ein gewaltiger Kampf zwischen dem Muggel und dem Zauberer. Chace verwendete sowohl Muggel- als auch Zaubermethoden, um Jake das Leben schwer zu machen. Dank der Magie des Puzzlestücks wurde Jake derart physisch und magisch stark, dass er problemlos gegen den Muggel kämpfen konnte. Dennoch gewann Chace die Oberhand des Kampfes, schnappte sich Jakes Zauberstab und entriss ihm schließlich das Puzzlestück. Der Muggel setzte Jake schwer zu, sodass er nicht mehr fähig war, sich zu rühren. Chace setzte das Haus in Brand und verschwand zusammen mit dem Puzzlestück.

    Die Ordensmitglieder hatten unterdessen Chaces Unterkunft ständig in Beobachtung gehalten. Der Muggel kehrte tatsächlich mit dem Puzzlestück zurück. Nachdem Chace das Puzzlestück sicher verwahrt hatte, verließ er die Wohnung, um seinen Erfolg zu feiern. Die Ordensmitglieder drangen sofort in die Wohnung ein, tauschten das Puzzlestück mit einem Duplikat und warteten weiter ab. Sie wollten wissen, wer die dritte Gruppe war, die die Puzzlestücke suchte.

    Zwei Tage später traf sich Chace mit seinem Auftragsgeber an einem verwahrlosten Rastplatz. Er übergab das vermeintliche Puzzlestück, kassierte sein Geld und suchte das Weite. Gabriella, Storm und Gregory griffen ein und überrumpelten den Mann. Noch bevor sie etwas über ihn herausbekamen, tötete sich der Unbekannte selbst. Als ob das nicht bereits genug gewesen wäre, tauchte plötzlich der Totgeglaubte Jake vor ihnen auf. Die Magie des Puzzlestückes ermöglichte es ihm, aus dem brennenden Haus zu entkommen. Er stand weiterhin unter dem Einfluss des Puzzlestückes und wollte es mit allen Mitteln zurückbekommen. Die Ordensmitglieder schafften es, den überpowerten Jake zu überwältigen. Sie kehrten mit ihm zurück nach Großbritannien und suchten sofort die Magic Box auf, da sie glaubten, dass Jake unter einem Bann stand.



    Die Besessenheit des Puzzlestücks



    Die Magic Box war das Geschäft von Sky Christensen, der sich mit schwarzer Magie beschäftigte. Sky stellte schnell fest, dass Jake vom Puzzlestück besessen war. Die Besessenheit konnte nur aufgelöst werden, indem sie auf einen anderen übertragen wurde. Also übertrug Sky die Besessenheit kurzfristig auf ein magisches Geschöpf, um Jake von seinem Leid zu erlösen. Später tötete Sky das magische Geschöpf, um die Besessenheit zu beenden. Er experimentierte ein wenig weiter und vernichtete schließlich den Fluch. Das Puzzlestück gelang anschließend zurück in die Obhut des Ordens.

    Indessen hatte Salija Preston genug davon, im Hintergrund zu agieren. Sie plante ihre Rückkehr ins alltägliche Geschehen. Daren Grimes kontrollierte mittlerweile den Präsidenten und andere hochrangige Ministeriumsangestellten, sodass das britische Zaubereiministerium extrem unter Druck stand. Die amtierende Zaubereiministerin Miranda Myles willigte ein und erklärte sich bereit, Salija Preston in die USA überführen zu lassen, wo sie ihre Strafe verbüßen sollte. Die Überführung war ein falsches Spiel. Daren hatte Verbündete eingeschmuggelt und dafür gesorgt, dass Salija einen Zauberstab in die Hände bekam. Sie richtete ein wahrhaftes Massaker an und ließ nur eine Person überleben, um von ihrer Flucht zu berichten.

    Aus ihrer langen Gefangenschaft befreit, traf sich Salija mit Daren und feierte ihre Rückkehr. Sie erzählte ihrem treuen Freund von all ihren Geheimnissen, dass sie einen Schutzpatronen vor ihrer Gefangenschaft gefunden und mit Matthew Christensen für einen wohlmöglichen Schlüsselträger gesorgt hatte. Salija entschied später, nach weiteren Schutzpatronen zu suchen und verließ Daryll.



    Das Krankheitspuzzlestück: Cassidy Cortéz



    Cassidy Cortéz hatte ihrer Nichte mittlerweile eine neue Identität verpasst und reiste mit Hailey durch Europa, um mögliche Mitwissende zu vernichten. Das Puzzlestück war nun ein Teil von Hailey. Mit seiner Kraft konnte sie Mitwissende mit einer passenden Krankheit strafen, die sie tötete. Auf ihren Mordreisen begegnete sie einigen ehemaligen Freunden unter anderem ihrem festen Freund Jeb Cartwright und Nathan Gifford. Der Kontakt mit alten Bekannten verwirrte Hailey. Sie suchte nun selbst den Kontakt zu diesen Leuten, ohne das Wissen ihrer Tante. Annies Freunde beschlossen, sie zurückzuholen, da sie glaubten, dass sie unter einem Zauber stand. Cassidy war Haileys Kontakte knüpfen nicht entgangen. Sie erklärte ihrer Nichte, dass sie fort müssten. Cassidy wollte mit Hailey in die USA fliehen.
    Lord Voldemorts Geduld hatte ein Ende. Er versammelte seine Todesser und tötete untreue Todesser vor den Augen der anderen. Cassidy Cortéz sollte auch sterben, sie reagierte aber nicht auf das dunkle Mal. Der dunkle Lord beauftragte die Todesser Celeste Litcott und Tom Carter, Cassidy aufzuspüren, zu töten und das Puzzlestück an sich zu nehmen. Den Todessern stand eine schwierige Aufgabe bevor.



    Die Schutzpatronen: Partner



    Nach langen Reisen kehrte Salija Preston zurück in die USA. Sie traf sich mit Daren, um den derzeitigen Stand zu besprechen. Salija war wütend darüber, dass ihr erstes Puzzlestück verschwunden und ausgerechnet Sky und Gabriella Christensen Schuld daran waren. Dennoch kam sie mit guten Neuigkeiten zurück. Sie machte zwei Schutzpatronen ausfindig. Einer von ihnen war die Schutzpatronin, die dazu fähig war, verstorbene Linien zu erneuern. Wenn eine Schutzpatronenlinie vernichtet wurde, ging sämtliches Wissen auf diesen Schutzpatron über und sie konnte einen neuen schaffen. Das tat sie auch, als Salija den Schlüsselträgerpatron vernichtet hatte. Salija quälte die Schutzpatronin, bis sie alle notwendigen Informationen hatte. Sie erfuhr von ihr außerdem, dass die Patronen untereinander in Paare aufgeteilt waren und die Partner wussten, wenn dem jeweiligen Partner etwas geschah. Der Schlüsselträger hatte eine besondere Rolle, weshalb dieser keinen Partner besaß. Die Patronin erzählte Salija weiter, dass ihr Partner selbst der gefährlichste unter ihnen war. Er wäre ein meisterhafter Kämpfer und würde sie rächen. Salija interessierte das nicht, sie tötete die Patronin und losch damit die Möglichkeit aus, die Schutzpatronenlinien zu erneuern. Anschließend suchte sie den neuen Schlüsselträgerpatron und vernichtete ihn sofort. Niemand sollte etwas über den Schlüsselträger erfahren. Daren war einerseits erfreut, dass Salija weitere Schutzpatrone gefunden hatte. Andererseits fand er, dass es eine falsche Entscheidung war, die Schutzpatronin der Linienerneuerung zu vernichten. Sie hätte noch von großem Nutzen sein können. So erfuhren Salija und er nämlich nicht, wenn andere Linien vernichtet werden würden.



    Das Krankheitspuzzlestück: Der Nachfolger



    Der Orden versammelte sich derweil. Es gab viele neue Gesichter in den Reihen der Ordensmitglieder. Sie identifizierten Salija Preston hinter der unbekannten dritten Gruppe. Es war die einzige Möglichkeit, nicht umsonst floh sie während ihrer Überführung in die USA. Dumbledore beauftragte amerikanische Ordensmitglieder, in ihrem Heimatland genau Ausschau zu halten. Der Orden sprach außerdem über Annie Cortéz und ihre Tante. Sam berichtete den übrigen Mitgliedern, dass einige ihrer Freunde sie wiedergesehen hätten und zwar als Hailey. Der Orden beauftragte Storm Drewberry und Jake Harrison mit der Aufgabe, Hailey zu observieren. Anschließend erzählte Dumbledore den Mitgliedern, dass er durch Armando Dippet mehr über die Puzzlestück herausgefunden hatte. Sein Vorgänger war Schutzpatron und Hüter jenes Puzzlestückes, das die Krankheitswelle über Hogwarts gebracht hatte. Das Portrait nannte Dumbledore den Namen seines Nachfolgers und so ging Dumbledore wieder einmal auf Reisen, wo er den aktuellen Schutzpatronen des Krankheitspuzzlestückes fündig machte. In Schweden fand Dumbledore das siebenjährige Mädchen Svea. Sie war die aktuelle Schutzpatronin und wurde von ihren Eltern stark behütet. Die junge Patronin hütete die Fähigkeit, die Macht der Puzzlestücke zu erneuern, falls der Zauber oder Fluch gebrochen werden würde. Ferner berichtete sie Dumbledore, dass die Schutzpatronen einen besondere Verbindung zueinander besaßen und genau wie die Puzzlestück, drohende Gefahren bemerkten. So nannte Svea Dumbledore, dass bereits zwei Patronen tot und ihre Linien ausgestorben waren. Das war insofern gefährlich, weil jeder Schutzpatron spezielle Informationen über die Puzzlestücke und die Finsternis besaß. Sie konnte sich nur daran erinnern, dass die Linie des Schlüsselträgers erloschen war. Nun wusste der Orden über die Schutzpatrone Bescheid. Sie atmeten erleichtert auf, dass höchstwahrscheinlich ein besonderer Schlüsselträger benötigt wurde, um die Finsternis zu befreien. Der Orden wusste nur nicht, dass Salija das Geheimnis kannte und bereits einen Schlüsselträger vorbereitet hatte.



    Das Friedhofspuzzleteil: Der Verstärker



    Nach langer Zeit kehrte Bellatrix Lestrange zurück zur geheimnisvollen Villa. Die ranghöchste Todesserin übergab ihrem Meister ein ganz besonderes Geschenk: einen Schutzpatron. Bellatrix fand jenen Schutzpatron, der über das Puzzlestück auf dem Friedhof gebot. Er war der sogenannte Verstärker. Mit seiner Macht konnte er die Kraft der Schutzzauber und Flüche regulieren. Er konnte sie schwächen oder stärken. Bellatrix hatte ihn gefunden, als er sich mit der Schutzlinienerneuerin treffen wollte. Trotz seines ganz besonderen Geistes brach Bellatrix den Schutzpatron, sodass er weitere Informationen nannte. Sein Partner war der Schutzzaubererneuerer, da sie eine Symbiose eingingen. Der Schutzzaubererneuerer hob die Zerstörung auf und er konnte die Magie schwächen oder stärken. Der Schutzpatron wusste, dass sein Schicksal besiegelt war, deshalb verspottete dieser den dunklen Lord. Er erklärte ihm, dass er niemals die Finsternis befreien konnte, da er dazu den Schlüsselträger benötigte und der Schutzpatron, der über dieses Wissen Bescheid wusste, war tot. Seine Linie war bereits erloschen. Lord Voldemort tobte vor Wut, hinderte sich aber selbst daran, den Schutzpatron zu töten. Stattdessen überließ er ihn Bellatrix. Sie sollte ihn vollständig brechen, um noch mehr über die Puzzlestücke zu erfahren.
    Cassidy wollte nun mit ihrer Nichte Hailey die USA fliehen. Sie erkannte, dass Haileys alte Freunde eine zu große Gefahr darstellten. Sie brauchte Hailey und das Puzzlestück, deshalb durfte ihr niemand im Weg stehen. Einige Tage vor ihrer Abreise wurde der derzeitige Wohnort der Todesserin und ihrer Nichte von verschiedenen Gruppen aufgesucht. Die Todesser Celeste und Tom hatten herausgefunden, wo Cassidy verweilte und wollten sie töten. Haileys Freunde Jeb Cartwright, Nathan Gifford und Yamila McCarthy hatten sich mit den Ordensmitgliedern Jake Harrison, Storm Drewberry und Sam Milow zusammengetan. Das passte den Ordensmitgliedern insofern gut, weil sie durch Haileys Freunde mehr über sie erfuhren. Die Ordensmitglieder und Freunde griffen zuerst an und verwickelten Cassidy in einen Kampf. Hailey eilte ihrer Tante zur Hilfe und wollte die Anwesenden durch eine Berührung töten. Das Kampfbild veränderte sich. Die Ordensmitglieder Jake, Storm und Sam kümmerten sich um Cassidy und überwältigten sie, wohingegen Jeb, Nathan und Yamila sich um Hailey kümmerten, die sich ins Badezimmer verschanzt hatte. Hailey berührte Jeb, infizierte ihn mit einer Krankheit. Während die Freunde Hailey überwältigten, traten die Todesser in Erscheinung und töteten Cassidy. Als nächstes wollten sie das Puzzlestück und lieferten sich einen Kampf mit den Ordensmitgliedern. Dabei wurde Tom Carter als Todesser enttarnt. Jake, Storm und Sam kämpften weiter gegen die Todessern, während Jeb, Nathan und Yamila mit ihrer Freundin Hailey verschwanden, um sie in Sicherheit zu bringen.

    Die Freunde suchten Zuflucht in Milow Manor, wo Jake, Storm und Sam später auch auftauchten. Zusammen erzählten sie Hailey, dass ihre Tante ihren Tod vorgetäuscht, ihr ihre Erinnerungen genommen und ihr eine neue Identität gegeben hatte, um sie für ihre Zwecke zu missbrauchen. Hailey knickte schließlich ein und nannte den Anwesenden, dass ihre Tante alles wichtige bei Gringotts versteckte. Das Verließ gehörte sowohl ihrer Tante als auch ihr, weshalb sie Zutritt dazu erlangte. Mit Storm reiste sie zu Gringotts und erkundigte das Verließ. Sie fanden dort Haileys Erinnerungen, sodass aus Hailey wieder Annie wurde. Annie war wieder da, dennoch steckte das Puzzlestück weiter in ihr. Der Orden wusste aber zu helfen.



    Der Partner der Schutzpatronin: Svea



    Dumbledore suchte ein weiteres Mal die Schutzpatronin Svea auf. Er benötigte ihre Hilfe, um ihr Puzzlestück aus Annies Körper zu befreien. Die Patronin willigte ein, sie vertraute Dumbledore und reiste mit ihren Eltern nach Großbritannien, wo sie im St.Mungo Annie von ihrem Puzzlestück befreite. Sie überreichte das machtvolle Puzzlestück der anwesenden Storm Drewberry, die das Puzzlestück Dumbledore übergeben sollte, damit er es hüten konnte. Währenddessen spürte Svea, dass ihr Partner, der Schutzzauberverstärker, bald auf unnatürlicher Weise sterben würde. Vorher hatte sie ihn nicht gespürt, demzufolge Svea schlussfolgerte, dass ihr Partner ebenfalls in Großbritannien war. Sie teilte es den anwesenden Ordensmitgliedern mit, damit Dumbledore die Nachricht bekam.

    Salija Preston kehrte wieder einmal zurück in die USA und traf sich mit Daren Grimes. Sie berichtete ihm, dass sie erfahren hatte, dass Lord Voldemort einen Schutzpatron gefunden hatte […]


28.01.2019, 01:11
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  • DIE NOVATORIN IN HOGWARTS
  • SVEAS ENDE
  • NIMUEHS SUCHE NACH DEM MÄRCHENJAHR
  • VIERTKLÄSSLER VS. NIMUEH FLYNT
  • DUMBLEDORES RÜCKZUG AUS HOGWARTS
  • ZWEI PUZZLESTÜCKE AUF EINEN STREICH?
  • DIE ERBARMUNGSLOSE JAGD NACH DEM MÄRCHENPUZZLESTÜCK
  • DER ERZÄHLER
  • DER VERLUST DES BOOSTERPUZZLESTÜCKES
  • DAS FALSCHE SPIEL DES BESCHÜTZERS
  • Teil 3
  • Teil 4


    DIE NOVATORIN IN HOGWARTS



    Salija war tatkräftig dabei, weitere Schutzpatron und die verbliebenen Puzzlestücke zu finden. Sie schickte einen Spion in Form einer neuen Lehrerin nach Hogwarts, um das Schloss inspizieren zu lassen. Die Anführerin der Novatoren war der Meinung, dass das geliebte Schloss des mächtigsten Zauberers mindestens ein Geheimnis hütete, wenn Dumbledore schon kein Puzzlestück dort versteckt hatte.


    SVEAS ENDE



    Während die sadistische Pflege-magischer-Geschöpfe-Lehrerin Nimueh Flynt den Schülern das Leben zur Hölle machte, kümmerte sich ihre Anführerin um die Vernichtung eines weiteren Schutzpatrons. Sie hatte die vermeintlich versteckte Schutzpatronin Svea entdeckt und nistete sich mitsamt weiterer Novatoren in das gutbehütete Leben der Patronin ein, denn nur so konnte sie Dumbeldores mächtigen Schutzzauber brechen; indem sie zu einer Vertrauten wurde. Nach über einem Monat kam es zum Showdown: Die schwedisch-amerikanische Familie Blom alias Salija Preston und zwei weitere Novatoren war zum Kaffee und Kuchen bei Familie Claesson eingeladen. Salija hatte dem Apfelkuchen einen Betäubungstrank hinzugefügt, der Svea und ihre Eltern schwächen sollte. Svea konnte ihren Schutzzauber, der sie in Gegenwart Fremder und Feinde unsichtbar machte, nicht mehr aktivieren und ihre Eltern waren zu benommen, um ihre Tochter zu beschützen. Sie war Salija schutzlos ausgesetzt. Ohne viel Zeit zu verschwenden, drang Salija in Sveas Gedanken ein und holte sich sämtliches Wissen, was sie benötigte. Sie erfuhr, dass der ehemalige Hogwarts-Schulleiter Armando Dippet einer ihrer Vorgänger war, dass sie selbst die Schutzzaubererneuerin war, dass der Orden dank ihrer Hilfe im Besitz ihres Puzzlestückes war und dass der Orden erfuhr, dass die Linie des Schlüsselbewahrers verstorben war. Rasend vor Wut, dass der Orden von dem Schlüsselbewahrer erfahren hatte, tötete die Novatoren-Anführerin die junge Schutzpatronin auf bestialische Weise: Svea trocknete vollkommen aus. Noch bevor helfende Ordensmitglieder erschienen, verschwanden Salija und ihre Novatoren. Der Orden fand lediglich die Leichen der Claessons.


    NIMUEHS SUCHE NACH DEM MÄRCHENJAHR



    Unterdessen kundschaftete Nimueh eifrig das Schloss nach möglichen Hinweisen zu den dort entdeckten Puzzlestücken aus. Die Schülerinnen und Schüler machten ihr jedoch mehrere Male einen Strich durch Rechnung, sodass Nimueh begann, ihre andere Gestalt anzunehmen, um das Schloss zu durchsuchen. Nimueh war nämlich ein Halbdementor, erschaffen durch verstörende Experimente der Hexen und Zauberer, die Salijas Bruder Ethan auf die die dunkle Seite gezogen hatten. Es kostete sie jedoch viel Kraft, die Gestalt „eines dunklen Schattens“ anzunehmen, weshalb sie begann, sich von den Gefühlen einiger Schüler zu nähren.

    Am Silvesterabend wollte Nimueh das Schulleiterbüro inspizieren, doch Professor Flitwick erwischte sie dabei, wie sie ins gewaltsam ins Büro eindringen wollte. Ohne Skrupel attackierte Nimueh den Zauberkunstlehrer und saugte ihm beinahe sämtliche Emotionen aus. Der Angriff setzte ihm schwer zu; er verfiel in einen komatösen Zustand, aus dem ihn niemand befreien konnte.

    Durch den unüberlegten Angriff auf den kleinen Zauberkunstlehrer wurde das restliche Kollegium vorsichtiger und patrouillierte von da an jeden Abend auf den Gängen. Als Lehrerin musste Nimueh selbst patrouillieren und hatte nur noch selten die Gelegenheit, nach Informationen zu suchen. Dennoch konnte sie nach monatelanger Suche einen kleinen Erfolg verbuchen: Sie erfuhr durch Zufall, dass sich noch einige Schülerinnen und Schüler in Hogwarts befanden, die Teil des Märchenjahres waren.

    Da Salija bereits seit einiger Zeit keine Meldung mehr aus Hogwarts erhalten hatte, vereinbarte sie ein Treffen mit ihrer Novatoren, um sich zu vergewissern, dass sie ihre Aufgabe nicht vergessen hatte. Im Drei Besen trafen Meisterin und Dienerin zusammen. Salija zeigte sich enttäuscht, dass Dumbledore allen Anschein nach keines der Puzzlestücke in Hogwarts versteckt hatte. Gleichwohl berichtete Nimueh ihr über die einzige Erkenntnis, die sie während ihres bisherigen Aufenthalts in Hogwarts machen konnte. Salija erteilte ihrer Novatorin sofort den Auftrag, den verbliebenden Schülern sämtliches Wissen über das Märchenjahr zu entlocken, um so an mögliche Informationen zu gelangen. Salija gab ihr den Tipp, Zaubertränke als notwendige Hilfe zu verwenden. Nimueh stand unter Druck, denn ihre Herrin erwartete Erfolge.
    Die impulsive Lehrerin stand unter Druck und nahm den Rat ihrer Herrin dankend an. Sie wusste, dass der Zaubertranklehrer Sam Milow einen Vorrat an Veritaserum besaß und schlich sich während der Abendessenszeit in sein Büro, um das Wahrheitsserum zu stehlen. Es erwartete sie jedoch eine Überraschung dort: Jonathan Hampton, ein Hufflepuffviertklässler, der zum Nachsitzen verdonnert wurde. Hätte sich der Hufflepuff mal lieber kein Nachsitzen eingebrockt. Nimueh fiel über ihn her und sog ihm sämtliches Leben aus. Mit dem Veritaserum in ihren Besitz ließ sie den Leichnam des Schülers in Sams Büro zurück und verschwand. Nimuehs Abgang war etwas lauter als gedacht, sodass Tristan Cooper und Dan Whitman vom Lärm angezogen wurden. Die beiden Viertklässler betraten Professor Milows Büro, denn sie vermuteten, der Verursacher befand sich oder hatte sich im offenstehenden Büro befunden. Anstatt den Täter zu finden, fanden sie den verstümmelten Jonathan, versteckt unter dem Bürotisch. Schockiert über ihren Fund bemerkten die Viertklässler gar nicht, dass ihre Mitschülerin Amélie Dupond ebenfalls dazugekommen war. Als sie den toten Mitschüler entdeckte, schrie sie dermaßen laut, dass der Besenfluglehrer Titus Frost auf sie aufmerksam wurde, der den Zaubertranklehrer aufsuchen wollte. Professor Frost übernahm die Kontrolle der prekären Situation, befragte die anwesenden Schüler und holte die Schulleitung sowie die Hauslehrer dazu. Da Jonathan Hampton ermordet wurde, wurde das Zaubereiministerium hinzugezogen. Trotz fehlender Beweise wurde Sam Milow zunächst beurlaubt und unter Beobachtung gesetzt.

    Zwei Tage später rief Nimueh die Siebtklässler Jennifer Andrews und Gordon Smith zu sich, um über deren desaströsen Noten zu sprechen. Nachdem die ahnungslosen Schüler das Veritaserum eingenommen hatten, fragte die Professorin sie sofort nach dem Märchenjahr aus. Die Siebtklässler redeten viel und erzählten Nimueh, dass Maddison Shaw und Nathan Gifford den Fluch gebrochen hatten und einer von ihnen das zerstörte Märchenbuch – das Puzzlestück – mitgenommen hatte. Nimueh hatte endlich etwas Brauchbares erfahren. Sofort entließ sie die beiden Siebtklässler und schrieb ihrer Herrin einen Brief mit dieser wunderbaren Information.


    VIERTKLÄSSLER VS. NIMUEH FLYNT



    Indes beschäftigte Tristan Cooper eine Sache. Ihm war in Professor Milows Büro aufgefallen, dass etwas aus dem Vorratsschrank gestohlen wurde. Bevor der Zaubertranklehrer das Schloss verlassen musste, fragte ihn der wissbegierige Viertklässler nach dem vermeintlichen Diebstahl. Der verdächtigte Professor bestätigte seinen Verdacht und erzählte ihm, welcher Zaubertrank gestohlen wurde: Veritaserum. Mit diesem Wissen sollte Tristan kurze Zeit später den wahren Täter entlarven. Was jedoch keiner wusste: Professor Milows Suspendierung war gewollt, um den Täter hervorzulocken.

    Während des Frühstückes grübelte Tristan weiter über den Veritaserumdiebstahl nach, bis sein Freund Zero Blackstone einen entscheidenden Tipp beisteuerte. Er erzählte beiläufig, dass er das Gespräch zweier älterer Schüler belauscht hatte, die von Professor Flynt über ein Märchenjahr ausgefragt wurden. Da Tristan als Alleswisser bekannt war, wollte Zero mehr über dieses Jahr erfahren. Bereitwillig erzählte ihm Tristan davon, wobei der Ravenclaw betonte, dass die meisten Schüler, die das Märchenjahr miterlebten, ihr Wissen nicht freiwillig preisgaben. Für den Viertklässler machte alles auf einmal Sinn: Professor Flynt musste das Veritaserum gestohlen und Jonathan getötet haben. In dieses plötzlich interessant werdende Gespräch mischten sich infolgedessen mehr Schüler ein. Dan Whitman und seine Zwillingsschwester Jamie sowie Blair Connell hatten das Gespräch der beiden Ravenclaws verfolgt und steuerten ihre Meinung dazu bei. Zusammen beschlossen sie, in Professor Flynts Büro einzubrechen. Unglücklicherweise drängte sich der unbeliebte Möchtegern Hunter Reed dazu und wollte Teil des bevorstehenden Einbruches werden. Tristan hielt jedoch nicht viel davon, dennoch integrierten sie ihn in den Plan. Die Viertklässler überlegten eifrig, wie sie in Professor Flynts Büro einbrechen sollten, bis Tristan seinen Mitschülern sein streng gehütetes Geheimnis enthüllte: Er war in Besitz eines Zeitumkehrers, um sämtliche Fächer belegen zu können. Seine Idee war nun, dass sie den Zeitumkehrer nutzten, um ins Büro einzubrechen.

    Vier Tage später wurde Operation Einbruch in Professor Flynts Büro gestartet. Tristan sowie Blair, Zero und Grace Knighton besuchten wie gewöhnlich den Unterricht und verschwanden direkt nach dem Unterricht, um mithilfe des Zeitumkehrers eine Stunde zurückzureisen. In der Vergangenheit traf die Gruppe auf Dan, Jamie, Hunter und Luke Lancaster, allesamt Schüler, die entweder Pflege magischer Geschöpfe nicht gewählt hatten oder so häufig schwänzten, dass eine plötzliche Anwesenheit zu auffällig gewesen wäre. Diese teilten der Gruppe mit, dass niemand in der Nähe war, sodass sie sich auf zum Büro machten konnten. Jamie und Hunter blieben von der Gruppe entfernt. Sie waren dafür zuständig, die anderen vorzuwarnen, wenn jemand oder Professor Flynt wohlmöglich auftauchte. Die übrigen Schüler verschafften sich Zutritt zu Professor Flynts Büro und begannen damit, es zu durchwühlen. Sie durchsuchten es rasch und fanden schließlich die Phiole des fehlenden Veritaserum. Nun stand für die Viertklässler fest, dass die boshafte Pflege-magischer-Geschöpfe-Lehrerin für den Diebstahl und Mord verantwortlich war. Damit war das Vorhaben erfolgreich beendet, wenn nicht insbesondere Tristan und Blair darauf bestanden hätten, die Suche nach einem Motiv fortzuführen. Für die beiden Schüler war es unerklärlich, warum eine Professorin einen Trank stahl und dabei einen Schüler ermordete. Also suchten die Viertklässler weiter und fanden den alles entscheidenden Hinweis. Dabei stießen sie auf eine Sache, von der sie sich niemals zu träumen gewagt hätten! Sie fanden mehrere Pergamentfetzen, auf denen die Lehrerin allen Anschein nach einem Brief versucht hatte zu verfassen. Zusammengefügt ergaben die Fetzen zwei Briefansätze, in denen Professor Flynt ihrer Herrin Salija Preston mitteilte, dass ihr wundervoller Plan funktioniert hatte: Sie musste zwar einen Schüler töten, um nicht entlarvt zu werden, aber das gestohlene Veritaserum hatte seine Wirkung erzählt. Die ahnungslosen Schüler erzählten ihr, dass Maddison Shaw und Nathan Gifford das Puzzlestück als letztes besaßen. Anhand der Fetzen war allen klar, dass Professor Flynt eine Novatorin war und etwas Wichtiges ihrer Meisterin mitgeteilt hatte. Schockiert über ihre Entdeckung wollten die Viertklässler sofort das Büro verlassen, als plötzlich ein gewaltiger Knall ertönte. Das Zeichen, das jemand Ungewolltes kam. Es ging alles so schnell, dass die Gruppe gar keine Zeit hatte, sich zu verstecken. Professor Flynt stand bereits wutentbrannt in ihr Büro, mit Jamie an ihrer Seite. Die Hufflepuff hatte zwar ein Signal geben können, doch hatte sie es nicht geschafft, die Professorin lange genug aufzuhalten, sodass die anderen das Weite suchen konnten. Den Schülern war gar nicht aufgefallen, dass sie über eine Stunde in Flynts Büro verbracht hatten. Die erzürnte Professorin berichtete den Schülern von einem Tipp, den sie bekommen hatte. Jemand hatte ihr mitgeteilt, dass einige Schüler planten, ihr Büro zu demolieren. Indessen war von Hunter keine Spur zu sehen. Die anwesenden Schüler glaubten daher, dass es Hunter gewesen sein musste. Dieser versteckte sie sich jedoch hinter einem Vorhang auf den Gängen. Das Büro war von starker Furcht eingenommen. Sie war dermaßen stark, dass die Professorin sie sogar vernehmen konnte und beinahe die Kontrolle über sich verlor. Solch eine Furcht hatte sie noch nie in Gegenwart von Schülern gespürt, egal welchen Unsinn sie angestellt hatten. Ihr wurde bewusst, dass die Schüler etwas entdeckt hatten, was sie nicht hätten entdecken dürfen. Sofort konfrontierte Flynt ihre Schüler mit ihrer Annahme. Die immer größer werdende Furcht antwortete ihr bereits auf die Frage. Die Professorin suchte gar keine Ausreden und offenbarte sich den Schülern, da sie sie nun eliminieren wollte. Sie nahm ihre Halbdementorengestalt an und begann damit, den Schülern die Gefühle auszusagen. Abwehrreaktion seitens der Schüler erzielten keine Wirkung. Als einzig außenstehender Schüler sah Hunter alles mit an und rannte sofort davon. Blair, Grace, Jamie, Dan, Luke, Tristan und Zero kämpften mit aller Kraft um ihr Leben, als plötzlich Hunter mit Professor Scott auftauchte. Es entbrannte ein Kampf zwischen Professor Scott und der außer Kontrolle geratenen Halbdementorin, der sich inzwischen auf den Gängen verlagert hatte. Genährt durch die Gefühle der sieben Schüler war Flynt kräftig genug, um den stellvertretenden Schulleiter in die Enge zu treiben. Als sie begann, ihren Kollegen auszusagen, erkannte dieser, dass das Verhalten einem Dementoren glich und wählte die einzig wahre Waffe gegen diese dunkle Kreatur; einen Patronus. Die Kraft des gestaltlichen Patronus versetzte Flynt einen gewaltigen Schlag. In Gegenwart dieser Lichtgestalt nahm Flynts Kraft rapide ab, sodass sie ihre schattenhafte Gestalt verlor und sich wieder als Person selbst vorfand. In diesem schwächelnden Moment entwaffnete sie Professor Scott daraufhin sofort und fesselte sie mit einem Incarcerus. Sein gestaltlicher Patronus diente als Wache, um eine erneute Materialisierung zu verhindern. Die Gefahr war gebannt. Einige der Schüler waren zwar durch Flynts Angriff verletzt worden, jedoch nicht lebensgefährlich. Niemand hatte die Qualen auch nur ansatzweise mitmachen müssen, die der tote Hufflepuff miterlebt hatte. Madam Pomfrey kümmerte sich um die Verletzung, während das restliche Kollegium samt des kommissarischen Schulleiters John Flanagans am Tatort erschien. Flanagan informierte sofort das Zaubereiministerium. Es fanden verschiedenste Befragungen statt. Flynt war allerdings unbeugsam und äußerte sich zu keiner der Fragen. Durch ihren stürmischen Angriff hatte sie sämtliche Hinweise zu Salija vernichtet, weshalb die anwesenden Auroren keinerlei Indiz fanden, weshalb die Professorin derart explodiert war. Sie fanden lediglich eine leere Phiole und wussten, dass Flynt eine schattenhafte Gestalt annehmen konnte. Darum wurde die Schülergruppe befragt. Jamie und Hunter waren keine allzu große Hilfe, sie waren nicht dabei, als das Büro durchsucht wurde. Stattdessen wurden Blair, Grace, Dan, Luke, Tristan und Zero befragt. Die Schüler erzählten von ihrem Verdacht und ihren Schlussfolgerungen, dass Professor Flynt für Jonathans Tod verantwortlich war und dass sie nach der verschwundenen Veritaserum-Phiole suchen wollten. Dabei entdeckten sie jedoch mehr, als sie erhofft hatten. Die Viertklässler berichteten den Auroren und Lehrern von den Briefen an Salija Preston. Selbst für die anwesenden Ermittlern war das mehr, als sie erwartet hatten. Mit dieser neuen Erkenntnis konfrontierten die Auroren die Novatorin. Flynt konnte ihr Gesicht nicht mehr wahren und lachte die Anwesenden aus. Sie verhöhnte die Ermittler, befreite sich von ihren Fesseln und schluckte eine Pille, die sie wenige Momente später tötete. Die anwesenden Ordensmitglieder kannten das Muster und wussten, dass die Schüler die Wahrheit sprachen. Professor Flynt war eine Novatorin gewesen!

    Sam Milow wurde als Professor der Hogwarts-Schule rehabilitiert. Der Öffentlichkeit wurde mitgeteilt, dass seine Suspendierung ein Plan der ermittelnden Auroren war, um den wahren Täter des ermordeten Schülers hervorzulocken. Die acht beteiligten Schüler Blair Connell, Grace Knighton, Jamie Whitman, Zero Blackstone, Tristan Cooper, Luke Lancaster, Hunter Reed und Dan Whitman wurden für ihren Einbruch in ein Lehrerbüro nicht bestraft, sie erhielten jedoch auch keine Belohnung für ihre Tat. Professor Flitwick wachte indessen aus dem Koma auf. Flynts Tod hatte seinen komatösen Zustand beendet, in den die Novatorin ihn versetzt hatte.


    DUMBLEDORES RÜCKZUG AUS HOGWARTS



    In der Zwischenzeit waren Albus Dumbledore und Minerva McGonagall von ihren Erkundungsreisen zurückgekehrt und versammelten den Orden zu einem Treffen. Der Orden besprach den schrecklichen Vorfall in Hogwarts und die Tatsache, dass Salija nun auch in Hogwarts gewütet hatte, um mehr über die Puzzlestücke erfahren. Dumbledore fasste schweren Herzens den Entschluss, Hogwarts endgültig den Rücken zu kehren, um der Schule keinen weiteren Schaden anzurichten. Außerdem entschied der Orden, sich der Öffentlichkeit zu offenbaren und das Geheimnis der Puzzlestücke zu veröffentlichen.

    Albus Dumbledore teilte in einem exklusiven Tagesprophetinterview der britischen Zaubereigemeinschaft mit, nicht länger Schulleiter der Hogwarts-Schule zu sein. Um der Zaubereigesellschaft seine Entscheidung nachvollziehbar zu machen, erklärte der mächtige Zauberer, dass die schrecklichen Vorkommnisse der vergangenen Jahrzehnte einzig und allein seine Schuld waren, denn Lord Voldemort wusste ganz genau, wie er ihm Schaden konnte. Da nun auch Salija Preston durch eine Novatorin die Schule und deren Schüler angriff, sollte die Schule nicht länger Austragungsort der Kämpfe zwischen ihnen sein. Dumbledore bestätigte die Existenz des Orden des Phönix und dass andere und er selbst gegen Lord Voldemort und Salija Preston agierten, um sie davor aufzuhalten, eine uralte Macht zu erwecken, die das gesamte Gleichgewicht der Welt verändern konnte. Dumbledore wollte sich nun vollständig dem Orden des Phönix widmen, bat jedoch darum, weitere Mitglieder nicht zur Enthüllung ihrer Mitgliedschaft zu zwingen. Der ehemalige Schulleiter versicherte, dass der Orden den einzelnen Ministerien nicht im Weg stehen würde, sondern mit ihnen zusammenarbeiten würde. Das Interview schlug wie ein Bombarda Maxima ein. Dumbledore hatte nicht nur die Existenz des Ordens bestätigt, dahingegen hatte er der Zaubereigesellschaft mitgeteilt, wonach Lord Voldemort und insbesondere Salija Preston suchten.

    Salija war über Nimuehs Meldung höchst erfreut. Ihr nächstes Ziel war allen Anschein nach Nathan Gifford samt Freundin Maddison Shaw. Sie hatten das Märchenpuzzlestück als letztes in ihren Händen. Als sie allerdings einige Tage später von Dumbledores Interview erfuhr, kochte Salija vor Wut. Er hatte der ganzen Zauberwelt mitgeteilt, wonach sie suchte. Das erschwerte ihre Suche gewaltig. Die letzten Schutzpatronen waren gewarnt. Salija war sich sicher, dass der alte Narr und seine Ordensmitglieder Schutzvorkehrungen einrichteten, um Nathan Gifford und Maddison Shaw vor einen Angriff zu bewahren, weshalb sie das Märchenpuzzlestück nach hinten verschob. Sie wählte ein neues Ziel: Lord Voldemort. Wenn die Zaubereigesellschaft schon wusste, wonach sie suchte, sollte die Welt nun auch erfahren, wie mächtig sie überhaupt war.

    In Hogwarts begann nach den Sommerferien ein neuer Lebensabschnitt. John Flanagan wurde offiziell als neuer Schulleiter vorgestellt. Professor Flitwick wurde als sein Stellvertreter vorgestellt. Der Orden zog sich aus Hogwarts zurück. Professor McGonagall übernahm die Leitung der Magicton University und Professor Scott kehrte als Leiter der Verteidigungsfakultät zurück an die Universität. Außerdem zog es Verteidigungslehrerin Ree Donovan weiter an die Magicton University. Die Hogwarts-Schule bekam daher neue Lehrer in den Fächern Verteidigung gegen die dunklen Künste, Verwandlungen, Duellieren und Pflege magischer Geschöpfe.


    ZWEI PUZZLESTÜCKE AUF EINEN STREICH?



    In den nächsten Wochen und Monaten bereiteten sich Salija Preston und ihre rechte Hand Daren Grimes auf einen Großangriff gegen Voldemort vor. Dank ihrer treuen Spionin Viola Lee Jones kannten die Novatoren den Aufenthaltsort der geheimnisvollen Villa, Voldemorts Stützpunkt. An einem frühen Januarabend, als Voldemort seine Todesser um sich versammelte, führte Salija ihren Offensivschlag aus. Mit einer Armee aus gezüchteten Halbdementoren stand Salija vor den Toren der geheimnisvollen Villa und verschaffte sich gewaltsam Zugang zur Villa. Ihr Ziel waren die beiden Puzzlestücke, denn einige Wochen vorher hatte Salija von Viola erfahren, dass Voldemort mittlerweile in Besitz eines zweiten Puzzlestücks war, nämlich des Märchenpuzzlestückes. Jenes Puzzlestück, das laut Nimueh als letztes von Nathan Gifford und Maddison Shaw gesehen wurde. Voldemort war ihr zuvorgekommen, was die Novatoren-Anführerin jedoch nicht störte. Das bedeutete weniger Arbeit für sie. Die Todesser und ihr Meister waren völlig überrumpelt vom plötzlichen Angriff. Niemand Anderes außer die Todesser kannten den Aufenthaltsort der Villa. Die Todesser kämpften erbittert gegen ihren Feind, aber sie konnten nichts gegen das Gefühlsaussaugen anrichten. Die Todesser waren den Halbdementoren schutzlos ausgeliefert und wurden nacheinander ausgesaugt, bis nur noch ihre ausgetrockneten Leichname vorhanden waren. Viele von ihnen flohen, um den Tod zu entgehen: Als Tom Carter sah, wie sein Freund Frances Black getötet wurde, verschwand er, immerhin war er längst kein echter Todesser mehr. Voldemort hatte jedes Puzzlestück an einem anderen Ort in der Villa versteckt. Er wusste schon, warum er es gemacht hatte. Er ließ seine Todesser kämpfen, während er sich zu den Puzzlestücken zu begab. Salija hatte nichts Anderes erwartet und folgte der Spur der toten Novatoren. An Voldemorts Seite war selbstverständlich seine engste Todesserin Bellatrix Lestrange. Noch bevor Voldemort und Bellatrix das erste Puzzlestück gefunden hatten, hatte Salija sie eingeholt. Salija und Voldemort lieferten sich einen Kampf, während Bellatrix das Puzzlestück aus seinem Versteck holte. Salija überlistete Voldemort und wollte das Puzzlestück magisch zu sich rufen, als das Puzzlestück auf einmal reagierte und einen gewaltigen Tornado entlud. Die Windhose zerstörte weite Teile der Villa. Bellatrix griff panisch nach dem Puzzlestück, berührte es und wurde von einem Blitzschlag durchdrungen. Voldemort raffte sich auf und schaute der wegschleudernden Bellatrix hinterher. Das Puzzlestück war nicht in Bellatrix‘ Händen, es war zu Boden gefallen. Voller Gier stürzte sich Voldemort auf das Puzzlestück, als plötzliches etwas Merkwürdiges passierte: Das Puzzlestück leuchtete auf und sog Voldemort langsam hin sich hinein. Schwer verwundet, dennoch vollkommen loyal zu ihrem Meister, eilte Bellatrix zu ihrem Meister und versuchte alles Erdenkliche, um ihn aus dem Sog zu befreien. Salija schaute in aller Ruhe dabei zu, wie Voldemort und Bellatrix vom Puzzlestück eingezogen wurden. Die Novatoren-Anführerin ahnte bereits, dass etwas mit dem Puzzlestück nicht stimmte. Seine Macht wurde vernichtet und die Schutzzaubererneuerin ebenso, demzufolge musste das Puzzlestück schutzlos sein. Als das Puzzlestück Voldemort und Bellatrix schließlich komplett eingesogen hatte, näherte sich Salija mit Bedacht dem Artefakt und sprach einige magische Worte. Das Puzzlestück war eine Fälschung. Zornig über diese Tatsache ließ sie das falsche Stück einfach dort liegen und kehrte in die zerstörte Villa zurück, um das andere Puzzlestück zu suchen. Sie erteilte ihren Novatoren den Befehl jeden übriggebliebenen Todesser am Leben zu lassen, damit sie sie befragen konnte. Die Verräter, die sich Salija bereits angeschlossen hatten, brauchten sich nicht davor zu fürchten, eine furchtbare Folter zu erleiden. Sie reihte die letzten Todesser auf und erklärte ihnen, dass sie das Puzzlestück, das Voldemort aus Irland geborgen hatte, suchte. Jeder, der ihnen einen richtigen Hinweis gab, durfte weiterleben. Jedoch war niemand in der Lage, Salija etwas zu berichten. Voldemort hatte seinen Todessern schon lange nicht mehr vertraut, weshalb er seine engsten Geheimnisse für sich behalten hatte. Sie tötete die verbliebenen Todesser und erteilte ihren Novatoren den Befehl, das gesamte Gebiet nach dem Puzzlestück zu durchsuchen. Salija selbst machte sich ebenfalls auf die Suche. Sie kannte die besondere Magie der Puzzlestücke, wohlmöglich konnte sie es trotz der Vernichtung des Schutzzaubers aufspüren. Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen begann. Stunden vergingen doch keine Spur des Puzzlestücks. Die Novatoren fanden einen Gefangenen, tief verborgen in den Kerkern der Villa. Es handelte sich um den vermeintlich toten Schutzpatron. Voldemort hatte ihn nie getötet, weil er die Verbindung zwischen den Patronen erkannt hatte, stattdessen ließ er ihn im Kerker vermodern. Nach mehrstündiger Suche fand Salija das echte Puzzlestück. Salija hatte triumphiert. Sie hatte nicht nur ein Puzzlestück mehr, sondern auch noch einen Schutzpatron. Sie hatte sich zwar ein zweites Puzzlestück erhofft, doch war sie mit ihrer Beute zufrieden. Außerdem hatte sich Voldemort selbst ausgeschaltet. Er lag nun irgendwo verborgen in seiner zerstörten Villa herum. Tinworth erlebte bisher nie solch eine Zerstörung.

    Salija kehrte in die USA zurück. So schnell wie sie mit ihrer Armee aus Halbdementoren gekommen war, so schnell waren sie auch wieder weg. Salijas Blitzangriff verunsicherte nicht nur die britische Zaubergesellschaft. Der Angriff auf Voldemorts Stützpunkt wurde binnen weniger Tage in aller Welt verbreitet. Zunächst rätselten die Anwohner und Auroren über die zerstörte Fläche inmitten eines Waldes. Als die Auroren jedoch die Zerstörung näher untersuchten, stellten sie fest, dass es Voldemorts Sitz gewesen sein musste. Salija hatte zudem eine Botschaft hinterlassen, damit alle Welt wusste, dass sie hinter dem Angriff steckte. Die britische Zaubergemeinschaft fragte sich nun, ob es ein Sieg oder eine Niederlage war. Lord Voldemort war verschwunden, doch schien Salija Preston eine weitaus gefährlichere Gegnerin zu sein! Zaubereiminister Charles Travers beauftragte sämtliche Auroren mit der Suche nach den übriggebliebenen Todessern. Er nutzte den Moment der Schwäche aus, um indirekt Stärke zu beweisen. Er wollte seine Zaubergemeinschaft besänftigen, indem die restlichen Todesser aufgespürt werden sollten. Wenn er schon nicht in der Lage war, die anderen Probleme des Ministeriums zu beseitigen, dann sollten wenigstens die Todesser gefunden werden.


    DIE ERBARMUNGSLOSE JAGD NACH DEM MÄRCHENPUZZLESTÜCK



    Das nächste Ziel waren Nathan Gifford und Maddison Shaw. Voldemort hatte eine Fälschung des Märchenpuzzlestückes besessen, also hatte ihn jemand hinters Licht geführt. Salija einziger Hinweis zu diesem Puzzlestück war jener, den Nimueh ihr im vergangenen Jahr gegeben hatte. Behilflich dabei wurde ihr eine ganz besondere Novatorin: Viola Lee Jones. Die junge Frau war bereits vor Tinworths Massaker zu Salija übergegangen, immerhin war sie maßgeblich dafür verantwortlich, dass die geheimnisvolle Villa gestürmt wurde. Viola berichtete ihrer neuen Herrin, dass sie mit Maddison befreundet war und bat darum, sich um sie kümmern zu dürfen. Salija vermutete, dass Viola um Maddisons Wohl besorgt war. Schließlich ging Salija nicht zimperlich mit ihren Gegnern um. Gerade deshalb glaubte die Novatoren-Anführerin, dass Viola wahre Wunder wirkte, denn sie wollte keinesfalls eine Verletzung ihrer Freundin riskieren. Also näherte sich die ehemalige Todesserin ihren Freundinnen Maddison und Laura Daily wieder an. Das letzte Mal waren die drei zusammen, als Viola ihnen dabei geholfen hatte, sie von einem gefährlichen Fluch zu befreien. Maddison und Laura waren ihr damals sehr dankbar gewesen, dennoch vertrauten sie ihrer Freundin immer noch nicht, weshalb es nicht einfach für Viola wurde, ihr Vertrauen wiederzugewinnen, um etwas über das Puzzlestück zu erfahren. Nichtsdestotrotz suchte Viola nun den Kontakt zu ihren beiden Freundinnen. In den nächsten Wochen verbrachten sie immer mehr Zeit miteinander und es fühlte sich fast wieder so an wie früher, als die drei noch unzertrennlich waren. Weniger begeistert davon waren Lauras und Maddisons Partner: Matthew Christensen und Nathan. Beide hielten nicht viel von Viola und äußerten ihren Unmut auch. Laura und Maddison ignorierten ihre Partner jedoch und genossen die Zeit mit ihrer alten Freundin. Eines Abends unterhielt sich das ehemalige Slytherin-Trio über die Ereignisse der vergangenen Monate. Maddison überlegte für ihre Abschlussarbeit, einen Kurzfilm über das Massaker der Todesser zu drehen, um die unnötige Gewalt der heutigen Zaubergesellschaft darzustellen. Auch Laura hatte großen Nutzen vom Todesser-Massaker. Die Jagd auf die übrigen Todesser und die anschließenden Strafverhandlungen schafften ihr genügend Praxis für ihren späteren Beruf als magische Anwältin. Viola hingegen war schon immer dafür bekannt gewesen, dass sie die Todesser sympathisierte und gestand ihren Freundinnen, froh zu sein, sich niemals den Todessern angeschlossen zu haben, immerhin suchte das gesamte Ministerium mit aller Härte nach den übriggebliebenen Todessern. Es war ein kluger Schachzug, ihren Freundinnen eine derartige Lüge aufzutischen, denn dieser Vertrauensbeweis öffnete Viola alle Türen. Laura und Maddison vertrauten ihr wieder und integrierten sie in ihren Alltag. Viola war beiden eine große Hilfe, denn sie war von allen drei diejenige, die am meisten über dunkle Magie Bescheid wusste. So konnte sie Maddison bei ihrem Abschlussfilm und Laura bei einigen Fällen behilflich sein. Als Laura während einer Fallbesprechung das Thema Puzzlestücke anstieß – ein Todesser hatte verraten, dass Cassidy Cortéz das Puzzlestück ihrer Nichte abnehmen sollte -, nutzte Viola die Gelegenheit und sprach über deren Schulzeit. Schließlich wurde das Märchenjahr angesprochen. Sie sprachen über die Auflösung des Fluches, sodass Viola erfuhr, dass Maddison das Puzzlestück nicht besaß, sondern Nathan. Die Novatorin hörte ihrer Freundin gar nicht weiter zu, denn sie war glücklich darüber, dass ihre Freundin nicht weiter in den Fokus von Salija geriet. Es war ihr Freund, den Viola nicht sonderlich mochte, also war es ihr nur recht. Noch am gleichen Abend informierte Viola ihre Herrin.

    Salija zögerte nicht lange und beschloss, den jungen Starsänger höchstpersönlich aufzusuchen. Viola dagegen sollte den Schein wahren und den Kontakt zu ihren Freundinnen halten. Das fiel Viola nicht sonderlich schwer, immerhin genoss sie die wiedergekehrte Freundschaft wirklich. Da Nathan Viola nicht vertraute, erzählte er ihr auch nicht, wo er mit der Band lebte. Als gefeiertes Bandmitglied von Brand New Day war Nathan jedoch nicht schwer zu finden. Salija nutzte die Wizzeraktivitäten der Band und machte einige Fans ausfindig, die mehr über ihre Lieblingsband wussten, als ihnen lieb war. Mit einigen ihrer Novatoren suchte Salija das Penthouse der beliebten Band auf. Sie töteten sämtliche Bodyguards – unter denen sich seit Nimuehs Brief auch einige Ordensmitglieder befanden - und verschafften sich so reibungslosen Eintritt. Aaron Winston, Dylan Lockwood, Liam Calloway und Nathan ahnten nicht, dass dieser Tag das Ende von Brand New Day bedeutete. Sie alberten wie kleine Kinder herum, als Salija mit ihren Novatoren durch die Tür trat. Die vier jungen Männer hatten keine Chance, sie wurden direkt überwältigt. Sofort ging Salija auf den bereits gebrandmarkten Nathan zu und erklärten ihm, weshalb sie heute hier war. Die Novatoren-Anführerin gab ihm die Möglichkeit, ihr zu sagen, wo das Puzzlestück war. Nathan weigerte sich aber, weshalb sie versuchte, in seinen Gedanken einzudringen. Zur Überraschung aller war er standhaft und wehrte sich vehement mit Legilimentik. Erbost darüber griff Salija zu härteren Maßnahmen. Die Novatoren attackierten die übrigen Bandmitglieder mit verschiedenen Zaubern und Flüchen. Trotz der Qualen schrien alle drei, dass Nathan ihr nichts erzählten sollte. Nathan blieb stumm, doch als Salija auf einmal ihren Zauberstab auf Aaron richtete und den Todesfluch anwendete, änderte es sich. Fassungslos über den plötzlichen Tod eines Freundes erzählte Nathan ihr von Sam Milows Beteiligung. Er konnte ihr nicht mehr verraten, denn er hatte das Gespräch zwischen Tom Carter und Sam nicht mitangehört, als sie über den Verbleib des Märchenpuzzlestückes gesprochen hatten. Nathan war nun nicht mehr interessant. Sie überließ die übrigen Bandmitgliedern ihren Novatoren und verschwand.

    Da Osterferien waren, war Sam zuhause bei seiner Familie. Zusammen mit seiner Freundin Alika Davis und seinem Sohn Chuck Milow hatte er einen schönen Tag verbracht. Chuck war mittlerweile im Bett und Alika und Sam wollten die gemeinsame Zweisamkeit genießen. Der Angriff auf das Penthouse war noch nicht bis Sam durchgedrungen, er ahnte also nicht, was auf ihn zukam. Dank Violas sofortiger Hilfe überwältigte Salija Sams Ex-Freundin Clarissa Shaw und setzte sie mit einem Imperius-Fluch unter ihre Kontrolle. Mithilfe von Clarissa konnte Salija ohne Weiteres Sams gutbehütetes Anwesen betreten und begab sich zu Chucks Zimmer. Mit einem schlafenden Chuck in den Armen tauchte Salija plötzlich im Wohnzimmer auf und störte die Zweisamkeit. Die Novatoren-Anführerin erklärte dem schockierten Vater, dass er lediglich das echte Puzzlestück herausrücken musste, um das Leben seines Sohnes zu retten. Um mehr Druck auf Sam auszuüben, löste Salija Clarissas Imperius-Fluch. Das Leid einer flehenden Mutter war größer als jeder Fluch. Sam wusste sich nicht zu helfen und gab schließlich nach. Zusammen gingen sie zum Hof des Anwesens, wo Alika, Clarissa und Sam nach dem Puzzlestück suchten. Der gerissene Zaubertranklehrer hatte das Puzzlestück nämlich mit einem unaufspürbaren Zauber belegt, weshalb er den genauen Standort des Puzzlestückes nicht wusste. Als sie beinahe den gesamten Hof umgegraben hatten, fanden sie das Puzzlestück. Salija hielt ihr Versprechen. Im Austausch gegen das Puzzlestück übergab Salija Sam den immer noch schlafenden Jungen. Kaum hatte Salija das Objekt ihrer Begierde in den Händen, zog sie von dannen. Clarissa und Sam waren überaus glücklich, ihren Sohn unbeschadet in den Armen zu halten.

    Binnen eines Tages hatte Salija Brand New Day vernichtet und das sehnlichst erwartete Puzzlestück in ihrem Besitz. Der Orden hatte sich sofort nach diesen Ereignissen versammelt. Als Mitglied des Ordens hatte Sam seinen Mitstreitern verheimlicht, in Besitz eines Puzzlestückes zu sein. Er begründete seine Entscheidung damit, dass es sicherer für das Puzzlestück gewesen war, denn so gab es weniger Menschen, die den Aufenthalt hätten verraten können. Seine Entscheidung befürworteten nicht alle, immerhin hatten trotz seiner vermeintlichen Wohltat Menschen leiden und sterben müssen. Bevor die rege Diskussion zu sehr ausartete, übernahm Dumbledore das Wort und sprach sich für Sams Handeln aus, denn nicht alle Ordensmitglieder wussten, dass er während seiner Forschungsreisen beide Puzzlestücke bei sich hatte. Sam hatte also ähnlich wie Dumbledore gehandelt. Das war jedoch keine endgültige Lösung. Der Orden beriet sich für eine bessere Lösung und entschied, die Standorte der Puzzlestücke in unregelmäßigen Abständen zu wechseln. Sie handelten ähnlich wie die Schutzpatronen. Selbst wenn Salija einen Aufenthaltsort erfahren würde, konnte sie nicht wissen, ob das noch der aktuelle Standort war.


    DER ERZÄHLER



    Salija kümmerte sich währenddessen darum, einen festen Sitz in Europa zu haben. Um so schnell wie im Falle des Märchenpuzzlestückes handeln zu können, benötigten die Novatoren einen näheren Sitz zum Hauptgeschehen der Puzzlestückjagd. Salija wählte jedoch nicht Großbritannien, sondern Frankreich und zwar die Stadt Dieppe. Sie wollte zwar nah sein, aber auch nicht zu nah, weil die Gefahr bestand, sie zu schnell zu orten.

    Daren Grimes hatte derweil einen weiteren Schutzpatron gefunden. Salija kehrte direkt zurück in die USA und nahm sich den Schutzpatron an. Es handelte sich um den Erzähler. Dieser Schutzpatron kannte die wahre Geschichte der Finsternis. Salija war darüber enttäuscht, immerhin kannte sie die Geschichte. Es stellte sich heraus, dass ihr Bruder Ethan bereits Kontakt zu jenem Schutzpatron gehabt und alles verschriftlicht hatte, was ihm berichtet wurde. Das waren jene Schriften, die Salija nach dem Tod ihres Bruders gefunden hatte. Sie wollte den Erzähler töten, doch Daren hielt sie glücklicherweise zurück. Er erinnerte Salija daran, dass der Verstärker von einer besonderen Verbindung zwischen den einzelnen Schutzpatronenpartner gesprochen hatte. Der Erzähler war also doch noch von Nutzen. Er diente als eine Art Suchgerät für seinen Partner.


    DER VERLUST DES BOOSTERPUZZLESTÜCKES



    Als nächstes wollten die Novatoren den Orden attackieren, um deren Puzzlestücke an sich zu reißen. Dieses Mal konnte Salija jedoch nicht auf exklusive Informationen hoffen, keiner ihrer Novatoren war heimlich ein Ordensmitglied. Dennoch bekam Salija unerwartete Hilfe. Die übergegangenen Todesser, die nun loyale Novatoren waren, berichteten ihr, über welche Ordensmitglieder sie Bescheid wussten. Es war keine Überraschung für sie, dass Dumbledore Sympathisanten wie Minerva McGonagall, Kingsley Shacklebolt, ihre große Liebe Vincent und deren Ehefrau Gabriella Christensen Ordensmitglieder waren. Viel interessanter waren die unbekannteren Mitglieder, die mehr im Hintergrund arbeiteten. Wer erwartete schon, dass Salija sich auf diese Mitglieder konzentrierte? Ihre Novatoren erhielten den Auftrag, die bekannten Ordensmitglieder zu observieren, bis sie ihren alltäglichen Ablauf derart gut kannten, um sie schonungslos zu überwältigen. Nach einigen Monaten der Observierungen begannen die ersten Übergriffe. Ordensmitglieder wie Hestia Jones, Sturgis Podmore und Mundungus Fletcher wurden die ersten Opfer. Niemand von ihnen lieferte einen brauchbaren Hinweis, sie waren genauso verschwiegen wie die Novatoren selbst. Nicht einmal die Androhung des Todes lockerte Hestias oder Sturgis‘ Lippen. Sie schwiegen und starben, ohne den Orden verraten zu haben. Mundungus dagegen war weniger schweigsam. Er wollte nicht sterben und verriet dem Novatoren, dass die Puzzlestücke unter den Mitgliedern aufgeteilt wurden und in unregelmäßigen Abständen die Besitzer wechselten, die es wiederum versteckten. Mundungus überlebte tatsächlich solange, bis er auf Salija traf. Als er ihr die wichtige Information mitgeteilt hatte, tötete sie ihn erbarmungslos. Salija konzentrierte sich nun auch auf die bekannteren Ordensmitgliedern und ließ sie nun ebenfalls observieren. Ihre Novatoren sollten sofort reagieren, wenn sie Unregelmäßigkeiten in deren Alltag erkannten. Der Orden war gewarnt, dennoch änderten sie ihre Taktik nicht. Stattdessen wollte der Orden die Novatoren durch eine Finte täuschen. Durch die ersten Übergriffe war ihnen nicht entgangen, dass einzelne Mitglieder observiert wurden. Mitglieder wie Gabriella und Vincent verhielten sich mit Absicht auffällig, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Der Plan des Ordens ging auf. Salijas Aufmerksamkeit galt jenen Ordensmitgliedern. SIe verfolgte Gabriella bis nach Italien, wo sie alte Grabungsstätten in Lecco aufsuchte, die sie bereits vor Jahren untersucht hatte. Als die beiden Frauen schließlich aufeinandertrafen, verspottete Gabriella die Novatoren-Anführerin, dass sie auf die Finte des Ordens hereingefallen war. Sie war nicht diejenige, die aktuell ein Puzzlestück besaß. Die Beiden waren auch nicht allein in der Berghöhle. Italienische Ordensmitglieder traten aus dem Hintergrund hervor. Gemeinsam mit Gabriella griffen sie Salija an und versuchten sie in Gewahrsam zu nehmen. Es entbrannte ein Kampf um Leben und Tod. Nacheinander tötete Salija die italienischen Ordensmitglieder und widmete sich anschließend mit voller Kraft Gabriella. Sie war damals der Grund gewesen, weshalb sich Vincent nicht für sie entschieden hatte. Nun war der Tag angebrochen, an dem Salija ihrer einstigen Liebe endgültig das Herz brach, indem sie seine geliebte Ehefrau umbrachte. Salija verletzte Gabriella lebensgefährlich. Um ihr Leben zu retten, griff Gabriella nach der kristallartigen Phiole, die sie als Kette bei sich trug. Salija ahnte, was sich in der Phiole befand und entriss diese der schwerverletzten Gabriella. Jetzt war es Salija, die Gabriella verhöhnte. Hatte Gabriella wirklich geglaubt, dass sie sich mit Vampirblut retten konnte? Während sie der verhassten Person beim Sterben zusah, erzählte Salija ihr, dass zur gleichen Zeit mehrere Novatoren einzelne Ordensmitglieder angriffen und nach den Puzzlestücken suchten. Außerdem vertraute sie Gabriella ihr bestgehütetes Geheimnis an, bevor sie schlussendlich starb. Es machte Salija überaus glücklich, ihre Konkurrentin kurz vor dem Tode derart zu peinigen. Sie nahm Gabriellas Leichnam mit und überbrachte ihn Vincent, der einige Novatoren nach Deutschland gelockt hatte. In der gleichen Zeit wurden mehrere Ordensmitglieder attackiert. Nicht nur Gabriella war dabei ums Leben gekommen. Kingsley wurde ebenso ein Opfer der Gewalttaten der Novatoren. Gleichzeitig konnten sich die Novatoren auch des Puzzlestückes bemächtigen, denn Kingsley war seit kurzer Zeit einer der beiden Hüter. Der Tag war eine vernichtende Niederlage für den Orden. Sie hatten nicht nur mehrere Ordensmitglieder verloren, sondern auch noch ein Puzzlestück.

    Nach diesem gewaltigen Rundumschlag Salijas versammelte Dumbledore den Orden. Es herrschte tiefe Trauer in den Kreisen der Versammelten, immerhin verlor der Orden nicht an diesem Tag etliche Mitglieder, sondern bereits seit einigen Monaten. Sie berieten sich, ob es weiterhin die beste Methode war, das Puzzlestück immer wieder an andere Mitglieder zu übergeben. Dieses Mal wurde beschlossen, das verbliebene Puzzlestück im Grimmauldplatz zu bewahren. Das Hauptquartier war durch den Fidelius-Zauber geschützt und das war der sicherste Schutz - solange Dumbledore lebte, da waren sich alle einig. Im Anschluss daran verkündigte Vincent Christensen seinen Rücktritt als Aurorenleiter. Er war in zu tiefer Trauer, um gleichzeitig als Auror und Ordensmitglied agieren zu können. Er benötigte eine Auszeit und kehrte nach Deutschland zurück. Indessen wurde Amy Grace zur neuen Aurorenleiterin ernannt.


    DAS FALSCHE SPIEL DES BESCHÜTZERS



    Salija kam ihrem Traum immer näher, eine neue Welt zu schaffen. Mittlerweile besaß sie fünf Puzzlestücke. Eines war noch im Besitz des Ordens und das letzte musste noch ausfindig gemacht werden. Ihren Novatoren erteilte sie den Auftrag, den Orden nacheinander zu dezimieren, um Dumbledore unter Druck zu setzen, ihr das verbliebene Puzzlestück zu übergeben. Genau wie der Orden kümmerte sich Salija intensiv um die Suche nach dem unentdeckten Puzzlestück. Ferner verblieben auch noch zwei Schutzpatronen. Salija war dem Orden natürlich einige Schritte voraus. Durch den Erzähler hatte sie einen lebendigen Peilsender, um dessen Partner zu finden. Schwieriger wurde die Suche nach dem Beschützer. Ihren Partner hatte sie getötet. Mittlerweile bereute sie diesen Schachzug, denn so hätte sie ein einfacheres Spiel gehabt, ihn zu finden. Es ärgerte sie zutiefst, doch konzentrierte sich Salija nicht weiter darauf, immerhin hatte sie bereits einige Hinweise auf das Puzzlestück gefunden und begab sich auf eine längere Reise durch Asien.

    In den nächsten Monaten griffen die Novatoren immer wieder vereinzelt Ordensmitglieder an und versuchten alles Erdenkliche, um deren letztes Puzzlestück zu erhalten. Salija hatte sich indessen nach Indonesien begeben und erkundigte einige der vielen Vulkane, denn sie wusste nun, dass das Puzzlestück in einem Vulkan versteckt wurde. Da Indonesien etliche Vulkane besaß, erschwerte es ihre Suche beachtlich. Schließlich fand sie in der indonesischen Provinz Maluku Utara den richtigen Vulkan und zwar den Inselvulkan Makian. Dort erwartete sie jedoch eine böse Überraschung. Das Puzzlestück war fort. Der Schutzpatron hatte es einige Monate zuvor entwendet und hinterließ lediglich eine Nachricht, dass Salija zu spät kam. Dieser Rückschlag machte Salija derart wütend, dass sie in Rage verfiel und etliche Bombenzauber einsetzte, um den Vulkan zu aktivieren. Sie löste eine gewaltige Naturkatastrophe aus. Der entstandene Tsunami prallte mit aller Kraft auf die umherliegenden Inseln, zerstörte weite Teile der Inseln und tötete tausende Menschen. Der plötzliche Tsunami war unerklärlich für die Muggelwelt. Die Zauberwelt kannte jedoch den Grund dafür: Salija Preston.

    Nach dieser Niederlage kehrte die wahnsinniggewordene Hexe zurück nach Frankreich und plante ihren weiteren Werdegang. Der Orden war durch die ständigen Angriffe geschwächt. Salija wollte den Moment ausnutzen und einen Großangriff auf das geheime Hauptquartier des Ordens starten. Dafür musste sie aber den Standort des Hauptquartiers wissen …

31.01.2020, 02:06
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  • GEFÄHRLICHER LIEBESURLAUB
  • DER VERRÄTER IM VERTRAUTEN KREIS; DUMBLEDORES GEHEIMNIS
  • SECRETUM REVELIO
  • DUMBLEDORES ENDE
  • DER ORDEN KEHRT IN DEN UNTERGRUND ZURÜCK
  • DIE SQUIBS SIND AUF DEM VORMARSCH
  • DER MACHTPATRON TRIUMPHIERT
  • DER SCHLÜSSELTRÄGER ERWACHT
  • DER ERZÄHLER FLIEHT
  • EIN KURZWEILIGER ERFOLG
  • ES REGIERT DIE NEUE MINISTERIN
  • DER ORTSBEWAHRER
  • MINISTERIUM VS. ORDEN
  • Teil 4


    GEFÄHRLICHER LIEBESURLAUB



    Laura Daily und Matthew Christensen wären nicht Laura Daily und Matthew Christensen, wenn sie ihren Winterurlaub im Januar 2026 nicht anderweitig nutzen würden. Sie genossen tatsächlich einige schöne Tage in Österreich, doch gingen sie gleichzeitig einer unheimlichen Theorie nach: Sie glaubten, verfolgt zu werden. Durch deren lebhafte Vergangenheit waren Laura und Matt gebrandmarkt. Ihr Verdacht bestätigte sich schließlich. In einer gemieteten Hütte in den Bergen machten sie ihren Verfolger dingfest. Ein turbulenter Kampf war zwischen dem Pärchen und ihrem Verfolger ausgebrochen, welchen Laura und Matt für sich entscheiden konnten. Es stellte sich heraus, dass sie von einem Novatoren verfolgt wurden. Er nannte ihnen zwar nicht den Grund für seine Observierung, dafür erfuhr das Paar, dass seine Herrin einen Verräter unter den Ordensmitgliedern eingeschleust hatte, um deren Untergang hervorzurufen. Laura und Matthew rätselten darüber, warum der Novator ihnen eine solch wichtige Information genannt hatte. Sie beschlossen diese Information zu teilen und benachrichtigten ihnen bekannte Ordensmitglieder. Laura wählte ihren Cousin Sam Milow, Matthew hingegen seinen Onkel James Scott – normalerweise hätte er seinen Vater gewählt, doch seit Gabriellas Tod war er nicht mehr er selbst. Zu gerne hätten Laura und Matthew ihren Vertrauten den Novatoren ausgeliefert, aber dazu kam es nicht mehr. Sie wurden von weiteren Novatoren angegriffen, weshalb sie fliehen mussten. So lieferten sie den beiden Ordensmitgliedern zwar die wichtige Information, jedoch hatten sie keinen handfesten Beweis dafür. Derweil schien Salija beunruhigt. Laura und Matthew sollten niemals erfahren, dass sie beobachtet wurden. Dieses Wissen konnte ihren ganzen Plan zunichtemachen. Der Novator wurde auf ihren Befehl eliminiert, doch verblieb ihr in dieser voreiligen Aktion die Tatsache verwehrt, was die beiden erfahren hatten.


    DER VERRÄTER IM VERTRAUTEN KREIS; DUMBLEDORES GEHEIMNIS



    Nachdem der Orden zusammengefunden hatte, um neue Erkenntnisse von Salija auszutauschen, merkten die Mitglieder nicht, dass unter ihnen ein Sympathisant Salijas saß. Er hatte das Vertrauen in den Orden verloren und sich Salija angeschlossen, da er nicht mehr an einen Erfolg des Guten glaubte. So konnte der Verräter seiner neuen Herrin mitteilen, dass der Orden sein Augenmerk auf Salijas Obernovatoren legte. Außerdem verschaffte der Verräter ihr eine brandheiße Information. Der Orden wusste, wo sich ein weiterer Schutzpatron befand: in der Ukraine. Was der Verräter jedoch nicht ahnte, war, dass es eine falsche Fährte war. Einige Mitglieder wie Sam Milow und James Scott wussten, dass ein Verräter unter ihnen saß. Indes hatte Albus Dumbledore versprochen, einen Weg zu finden, die uralte Magie der Puzzlestücke zu vernichten. Er wirkte jedoch nicht ganz bei der Sache, war er doch sehr geschwächt, weil er zuvor einer alten Spur nachgegangen war und sich fatalerweise beinahe selbst getötet hätte. Der einst mächtigste Zauberer der gesamten Welt hatte das Geheimnis um Lord Voldemorts vermeintlicher Unsterblichkeit gelüftet. Der schwarze Magier hatte Horkruxe geschaffen, um sein Leben ins Unendliche zu ziehen. Diese Information behielt der Anführer des Ordens jedoch für sich, denn Lord Voldemort war seit seinem Verschwinden kein Thema mehr.


    SECRETUM REVELIO



    Bereits einen Tag nach Erhalt der glorreichen Information reiste Salija Preston höchstpersönlich in die Ukraine, wo sie von Ordensmitgliedern erwartet wurde. James Scotts Befürchtungen bewahrheiteten sich. Er wusste, welches Mitglied sie verraten hatte. Salija war außer sich vor Wut, dass sie wieder einmal hereingelegt wurde. Die Konfrontation mit Salija war kurz und schmerzlos. Die Mission bestand lediglich darin, den Verräter auffliegen zu lassen. Anschließend sollten die Ordensmitglieder sofort fliehen. Passenderweise verließ Salija den Ort, ohne ihn in Schutt und Asche zu legen. Ihre Wut galt stattdessen jemanden anderen: Lilly Scott. Hatte sie Salija absichtlich in eine Sackgasse geführt oder wurde sie selber hereingelegt? Das würde sie bald wissen. Währenddessen reiste James so schnell er konnte zurück, um seine Frau zur Rede zu stellen. Ihm war bewusst, dass er kaum noch Zeit hatte, denn Salija war ebenfalls auf den Rückweg. James erreichte seine Ehefrau noch vor Salija, beschwor mächtige Schutzzauber hervor, um mit ihr reden zu können. Er wollte wissen, warum sie allen Anschein nach zu einer Novatorin geworden war. Lilly tat ahnungslos und wollte ihrem Mann wahrmachen, dass er nur herumfantasierte. Doch James ließ sich nicht beirren und erzählte seiner Frau, dass Salija den vermeintlichen Aufenthaltsort des Schutzpatrons erst aufsuchte, nachdem er es ihr gesagt hatte. Lilly war beim letzten Ordenstreffen nicht anwesend gewesen, sie hatte sich angeblich nicht wohlgefühlt, wie schon so häufig. Lilly hatte sich in den vergangenen Monaten stark verändert, was James nicht unbemerkt geblieben war. Er erkannte seine Frau nicht wieder. Was war mit ihr geschehen, dass sie deren Grundprinzipien verriet? Lilly konnte nicht fassen, dass ihr Mann nicht wusste, warum sie dem Orden kein Vertrauen mehr schenkte. Der Orden hatte ihr die Schwestern genommen. Melody Carpenter starb, als sie für den Orden Nachforschungen betrieben hatte. Gabriella Christensen starb, als sie versucht hatte, Salija eine Falle zu stellen. Was hatten deren Tode gebracht? Melodys Informationen waren nutzlos gewesen, der Orden kannte sie bereits. Sie war umsonst gestorben. Gabriella wollte Salija gefangen nehmen, wie es einst ihr Mann getan hatte. Doch Salija war zu stark gewesen. Sie starb bei dem Versuch. Und wofür? Salija hatte an diesem Tag trotzdem ein Puzzlestück an sich genommen. Der Orden hatte keine Chance mehr, Salija aufzuhalten. Sie war allen einen Schritt voraus, wozu sollte man ihr noch im Weg stehen? James war entsetzt, solche Worte von seiner Frau zu hören. Er versuchte sie wachzurütteln, wollte ihr verständlich machen, dass Salija an den Toden ihrer Schwestern schuld war. Doch Lilly ignorierte ihn. Zuerst hatte sie es auch geglaubt, aber als sie die Gelegenheit hatte, Salija damit zu konfrontieren, offenbarte ihr die Schwarzmagierin, dass die verborgene Finsternis eine gottesähnliche Macht war, mit der sie sogar Tote zurück ins Leben zu holen vermochte. Seither war Lilly Salija treu ergeben. Der Glaube, ihre Schwestern wieder zurückzubekommen, gab ihr die Kraft, dem Orden den Rücken zu kehren. Was hatte er in den vergangenen Jahren immerhin geschafft? Nichts! Ständig starben Menschen, Erfolge wurden sofort nichtig gemacht! Warum sollte Lilly für eine Sache kämpfen, an der sie nicht mehr glaubte? James erkannte seine Frau nicht. Wie konnte sie nur glauben, dass Salija Melody und Gabriella zurückholen konnte? Sie starben wegen Salija, insbesondere Gabriella war ihr seither ein Dorn im Auge gewesen, da jeder wusste, dass Salija unsterblich in Vincent Christensen verliebt war. Warum hatte er Lillys Kummer nicht bemerkt? War er so objektiv, dass er sogar die Gefühle seiner Frau übersehen hatte? James wollte Lilly fortschaffen, um sie vor Salijas Zorn zu bewahren, doch Lilly akzeptierte ihr Schicksal. Sie hatte Salija falsche Informationen geliefert und musste mit der Konsequenz leben. Sie würde wieder bei ihren Schwestern sein. James versuchte sie umstimmen, sie sollte an die Kinder denken, aber Lilly änderte ihre Meinung nicht. Ihren Kindern würde es in Salijas geschaffener Welt bessergehen. Lilly disapparierte und kehrte nie zurück.


    DUMBLEDORES ENDE



    Nach einer wiederholten Finte wollte Salija Preston nicht länger warten. Das Hauptquartier des Ordens war ihr nächstes Ziel. Sie kannte zwar nicht den genauen Ort des Hauptquartiers, aber Lilly Scott konnte ihr trotz des Fidelius-Zaubers den ungefähren Standort nennen: der Grimmauldplatz in London. Mit einer Truppe Novatoren angeführt von ihrem Obernovatoren Joe Miller reiste Salija zum Grimmauldplatz und begann sogleich mit ihrer Offensive. Sie befahl ihren Novatoren die gesamte Straße zu vernichten. Dutzende Explosionszauber entluden sich aus den Zauberstäben und prallten auf die umlegenden Wohnblöcke. Die Erschütterung durch die vielen Explosionen war enorm. Salija befahl anderen Novatoren Schutzzauber anzuwenden, um die umherfliegenden Brocken abzuwehren. Die Häuser sollten zerstört werden, die dort lebenden Menschen getötet werden, jedoch sollte keiner von ihnen unnütz zu Schaden kommen, denn es erwartete sie ein Kampf. Das Hauptquartier des Ordens war vor dem Angriff geschützt, die vielen Schutzzauber verhinderten einen Schaden, dennoch spürten die Anwesenden die Erschütterungen. Albus Dumbledore war zu diesem Zeitpunkt im Hauptquartier. Er erholte sich immer noch von seiner letzten Expedition. Der einstige Schulleiter Hogwarts‘ wusste, dass dieser Tag kam. Salija hatte den Orden in den vergangenen Jahren derart geschwächt, dass er nicht mehr zusehen konnte. Er musste sich ihr stellen und verhindern, sie noch mächtiger werden zu lassen. Hätte er seinen Zauberstabarm nicht irreparabel verletzt, hätte er die Kraft besessen, Salija in ihre Schranken zu weisen. Die anwesenden Ordensmitglieder versuchten Dumbledore umstimmen, doch er hatte sich entschieden. Er wollte seine verbliebene Kraft nutzen, um Salija aufzuhalten. Zu oft hatte er einfach nur zugesehen. Dumbledore trat aus dem Grimmauldplatz Nr. 12 hervor und attackierte sämtliche Novatoren, um deren Angriffe aufzuhalten. Er nutzte anschließend einen Zauber, um zu erfahren, wie viele Menschen den Angriff überlebt hatten. Seine Erkenntnis darüber erschütterte ihn zutiefst. Die meisten Muggel waren bei diesen Angriffen sofort umgekommen. Es entflammte ein Kampf zwischen Salija und Dumbledore. Sie forderte ihren Sold ein: das Puzzlestück. Er konnte noch mehr Tote verhindern, wenn er ihr das Puzzlestück überreichte. Dumbledore war kein Narr, Salija würde nicht aufhören zu töten, selbst wenn sie das Puzzlestück bekäme. Salijas Angriffe wurden jedes Mal gewaltvoller. Die umherkämpfenden Novatoren, Ordensmitglieder, Auroren und Muggel hatten kaum eine Chance, sich auf ihre eigenen Duelle zu konzentrieren. Dumbledore überstand diese Angriffe jedoch nur schwerlich. Bei jedem weiteren Versuch, Salijas Angriffe abzuwehren, bemerkte er, wie seine Kraft ihn verließ. Salija gewann die Oberhand und drängte den ehemaligen Schulleiter Hogwarts‘ in die Enge. Sie brüllte ihn an, ihr das Puzzlestück zu geben, doch Dumbledore weigerte sich. Er versuchte die Oberhand des Duells zurückzugewinnen, aber es war nutzlos. Die Schwarzmagierin hatte kein bisschen ihrer Kraft verloren und wehrte jeden erbärmlichen Versuch ab, ihr zu schaden. Dumbledore war am Ende seiner Kräfte. Seine treuen Ordensmitglieder erkannten dies und versuchten ihren Anführer zu helfen. Doch vergebens. Salijas Obernovator hinderte jedes Ordensmitglied daran, sich Salija und Dumbledore zu nähern. Die erbarmungslose Hexe verhöhnte den geschwächten Zauberer und erzählte ihm, dass sie erkannt hatte, dass er das Puzzlestück in sich trug. Sie nutzte Dumbledores überraschten Zustand aus und tötete ihn mit einem schnellen Todesfluch. Die anwesenden Ordensmitglieder erstarrten vor Schock. Dumbledore war ernsthaft tot. Der einst mächtigste Zauberer auf der Welt hatte den Kampf gegen Salija verloren. Für einen Moment schien die Zeit stehenzubleiben. Doch Salija war davon nicht eingenommen. Sie beugte sich vor Dumbledores Leichnam, untersuchte ihn und murmelte anschließend einige Worte. Sie brach die Versiegelung, das Puzzlestück offenbarte sich und trat aus Dumbledores Leichnam hervor. Triumphierend nahm sie das Krankheitspuzzlestück in ihre Hände. Sechs Puzzlestücke befanden sich nun in ihrem Besitz. Es fehlte nur noch eines. Ohne große Worte verließ Salija die zerstörte Wohnstraße. Sie hatte ihr Ziel erreicht. Sie hatte das sechste Puzzlestück und der Orden war am Ende. Und wieder einmal erlitt die gute Seite eine vernichtende Niederlage. Der heutige Anschlag konnte nicht gänzlich magisch verschleiert werden. Der Zaubereiminister Charles Travers musste in Kontakt mit dem britischen Premierminister treten und ihm erklären, dass der Vorfall magischer Natur war.


    DER ORDEN KEHRT IN DEN UNTERGRUND ZURÜCK



    Albus Dumbeldores Tod war ein Schock für die gesamte magische Welt. Der einst mächtigste Zauberer der Welt hatte den Kampf gegen die aktuell größte Gefahr verloren. Salija Preston hatte das geschafft, woran Gellert Grindelwald und Lord Voldemort gescheitert waren. Doch statt zu trauern, rumorte die magische Gesellschaft, insbesondere die britische Gesellschaft. Viele Hexen und Zauberer offenbarten ihre Angst, in Großbritannien nicht mehr sicher zu sein, was zum Zentrum des Geschehens geworden war. Die Kritik am Zaubereiministerium wurde größer. Warum hatte man dem Orden so viel Eigenverantwortung überlassen? Warum hatte man mit dem Orden nicht zusammengearbeitet? Zaubereiminister Charles Travers stand unter Beschuss. Er musste die letzten Male die Spuren der Kämpfe zwischen dem Orden und den Novatoren verschwinden lassen, ohne wirklich involviert gewesen zu sein. Als Oberhaupt der britischen Zaubergemeinschaft war es nicht seine Aufgabe, die Drecksarbeit des Ordens zu erledigen, sondern ein Land zu führen und zu schützen. Er sollte derjenige sein, der alle Fäden zieht. Travers folgte also den Stimmen der Bevölkerung und gab dem Orden die alleinige Schuld für das momentane Chaos. Seit der offiziellen Offenbarung des Ordens war die britische Zaubergemeinschaft einfach zu häufig Opfer von Salijas Novatoren geworden. Travers orderte an, dass jede Ordensaktivität von nun an mit dem Zaubereiministerium abgesprochen werden müsste, ansonsten würde sie als regelwidrig eingestuft und gegen den Orden vorgegangen werden. Travers Vorgehen fand viel Anklang in der Bevölkerung. Der Orden war sichtlich am Ende. Unter der neuen Führung von Minerva McGonagall entschloss man, sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Dennoch zeigten sich die Ordensmitglieder erschüttert über die Reaktion aus der Bevölkerung. Statt der Gefahr um Salija Preston die volle Aufmerksamkeit zu schenken, hatte man einen Sündenbock gesucht, um sich in fadenscheiniger Sicherheit zu wiegen.


    DIE SQUIBS SIND AUF DEM VORMARSCH



    Zaubereiminister Charles Travers glaubte, seine Position wieder gestärkt zu haben, indem er den Orden als Schuldigen dargestellt und nun jegliche Aktivität ohne das Ministerium verboten hatte, aber das täuschte nur. Das Ministerium kämpfte mit einem für sie weitaus schlimmeren Problem: den Squibs. Nichts schadete Travers mehr in seiner Amtsperiode als die Squibs, die endlich Gehör in der magischen Gesellschaft finden wollten. Die Vorfälle gegen Hexen und Zauberer verübt durch neidhaften Squibs erreichte einen unrühmlichen Höhepunkt, seit Travers das Amt des Zaubereiministers innehatte. Nichtsdestotrotz wollte Travers ihnen keine allzu große Aufmerksamkeit schenken, immerhin waren sie keine echten Zauberer. Sie sollten ihr Schicksal akzeptieren und unter den Muggel ein glückliches Leben führen. Doch das kam dem Minister teuer zu stehen. Aufgrund der fortwährenden, unerklärlichen Angriffe säten die Squibs Ängste in den Muggel. Videos von übernatürlichen Phänomenen tauchten in den Medien auf. Diese Videos verbreiteten sich wie ein Lauffeuer. Das Ministerium konnte diese Videos nicht verschwinden lassen, da sie keinerlei Kenntnis über das Internet hatten. Muggelgeborene Hexen und Zauberer konnten Abhilfe schaffen, jedoch verschwanden die Videos nie wirklich. Travers relativierte die Wichtigkeit der Vergissmichs. Stattdessen waren nun alle Ministeriumsangestellten dazu befähigt, die Erinnerungen der Muggel bei der kleinsten Gefahr zu verändern oder zu löschen.


    DER MACHTPATRON TRIUMPHIERT



    Nach Salija Prestons Sieg über den Orden konzentrierte sie sich gänzlich auf das verbliebene Puzzlestück. Sie ging erneut auf eigenständige Suche. Am meisten vertraute Salija nun einmal auf sich selbst. In dieser Zeit übernahm ihre rechte Hand Daren Grimes das Ruder, wie er es schon so häufig tat. Matthew Christensen wurde weiterhin beobachtet und die Obernovatoren suchten nach dem unbekannten Schutzpatron: dem Ortsbewahrer. Salija war so weit in die Magie eingetaucht, dass es ihr möglich war, die Magie des suchenden Schutzpatrons aufzuspüren. Trotz ihres Ausrasters in Indonesien hatte sie damals seine Magie aufgenommen und war so in der Lage, ihn früher oder später zu finden. Es war jedoch sehr kompliziert, der Magiespur zu folgen, da der Schutzpatron sehr vorsichtig war und seit der Puzzlestückentnahme ständig seinen Standort wechselte. Schließlich fand sie den Mönch in Deutschland. An einen späten Märzabend hatte Salija ihn am leerstehenden Berliner Flughafen ausfindig gemacht. Ihr kam der Verdacht, dass er dort auf sie wartete. Das Gelände war groß und unbenutzt. Ein perfekter Ort zum Kämpfen. Glaubte der Schutzpatron, dass er eine Chance gegen die übermächtige Salija besaß? Nicht einmal Albus Dumbledore konnte sie besiegen und dieser galt als der mächtigste Zauberer der Welt. Schließlich trafen die oberste Novatorin und der sogenannte Meisterduellant aufeinander. Salija forderte den Schutzpatron sogleich auf, das Puzzlestück auszuhändigen, um größeren Schaden zu verhindern. Der Mönch verneinte dies und erklärte der verrückten Hexe, dass sie heute eine bittere Niederlage erleiden würde. Salija schenkte seinen Worten kein Gehör und ging direkt in die Offensive. Ein kurzer Kampf entbrannte zwischen ihnen, den der Schutzpatron tatsächlich gewann. Der Meisterduellant war der zauberstablosen Magie fähig. Er konnte Zauber wirken lassen, ohne sie mit einem Zauberstab gezielt zu kanalisieren. Ein sehr seltener Magiezweig. Salija kannte zwar diese Art des Zauberns, aber sie war noch nie mit einer Person in Kontakt gekommen, die diesen Zweig nahezu problemlos verwenden konnte. Der Überraschungseffekt lieferte ihre Niederlage. Salija wollte sich nicht eingestehen, dass sie verloren hatte und kämpfte dagegen an, als plötzlich jemand Totes vor ihr trat. Ihr Bruder Ethan stand vor ihr und half ihr hoch. Salija war in einer Schockstarre gefangen. Ihr geliebter Bruder war tot, ermordet von ihrem damaligen Aurorenkollegen. Er starb in ihren Armen. Wie konnte Ethan also nun leben? Kein Wort kam aus Salijas Mund, stattdessen sprach ihr Bruder. Ethan erklärte ihr, dass sein Tod nur vorgetäuscht war. Er wusste, dass er nicht dazu fähig war, alle Puzzlestücke zu finden und zu vereinen. Er besaß dazu einfach nicht die Kraft, seine Schwester dagegen schon. Der Schmerz über seinen Tod motivierte Salija, sein Werk zu vollenden. Ethans Plan war aufgegangen. Er war so stolz auf seine Schwester. Salija regte sich schließlich und fiel weinend ihrem Bruder in die Arme. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten zeigte Salija wahre Gefühle und weinte aus ganzem Herzen. Weinend lagen sich beide in den Armen. Ihr Ziel war beinahe erreicht. Salija benötigte lediglich das Puzzlestück des Meisterduellanten. Völlig unerwartet hielt Ethan jenes Puzzlestück in der Hand und erklärte seiner Schwester, dass er den Schutzpatron just in dem Moment getötet hatte, in dem sie gegen ihre Niederlage angekämpft hatte. Salija beruhigte sich und setzte ein triumphierendes Lächeln auf. Sie war ihrem Ziel so nah. Es fehlten nur noch der Schlüsselträger und der Ortsbewahrer. Bald konnte sie das Chaos befreien und eine neue Welt kreieren. Doch das konnte warten. Sie hatte ihrem Bruder so viel zu erzählen. Salija erzählte ihr einfach alles. Der Morgen brach bereits heran, als Salija beschloss, zu ihrem Stützpunkt nach Frankreich zurückzukehren. Sie wollte ihren Bruder mitnehmen, doch war ihr das nicht möglich. Er war verschwunden, stattdessen stand der Schutzpatron vor ihr. Das Puzzlestück war ebenfalls wieder in seinem Besitz. War Salija auf eine Finte hereingefallen? Woher wusste dieser Ethan dann Dinge, die nur der echte Ethan wissen konnte? Der Schutzpatron verabschiedete sich von Salija und teilte ihr mit, dass ihr Ende eingeläutet war, denn er hatte ihr alles erzählt. Salija war einem Wutausbruch nah, riss sich jedoch zusammen und kehrte so schnell wie möglich zurück nach Frankreich, um ihren Stützpunkt vor einem möglichen Angriff zu bewahren.


    DER SCHLÜSSELTRÄGER ERWACHT



    Salija Preston war wütend auf sich selbst. Sie war wütend darüber, dass sie geglaubt hatte, ihr Bruder wäre nie gestorben. Am wütendsten war sie aber darauf, so blauäugig gewesen zu sein. Sie hatte dem Schutzpatron ihren gesamten Werdegang erzählt. Er wusste über Plan mit dem Schlüsselträger Bescheid, er wusste auch, dass ihre Obernovatoren den letzten Schutzpatron, den Ortsbewahrer, suchten und kurz davor waren, ihn aufzuspüren. Glücklicherweise behielt sie für sich, wen sie als Schlüsselträger auserwählt hatte, so konnte er ihn wenigstens nicht warnen. Trotz alledem kannte der Machtpatron nun den Ort, von wo aus Salija die Fäden zog. Früher oder später würde er in Dieppe auftauchen und nach ihrem Stützpunkt suchen. Um sicherzugehen, stationierte Salija in der gesamten Stadt heimliche Novatoren. Ihr nächstes Ziel war Matthew Christensen.

    Im April des Jahres 2026 fand ein wichtiges Duellturnier statt. Als mittlerweile professioneller Duellant hatte Matthew Christensen es geschafft, sich für das Turnier zu qualifizieren. Es ging um den Titel des ungesagten Duellierens. Die Teilnehmer durften nur ungesagte Zauber und Flüche verwenden, um ihren Gegner duellierunfähig zu machen. An diesen besonderen Tagen waren auch Matts engste Freunde anwesend, um ihn zu unterstützen. Darunter befanden sich seine Freundin Laura Daily, seine beste Freundin Summer Lovett mit ihrem neuen Freund Logan Hyde sowie sein bester Freund Nick Perlman. Bis zum Halbfinale verliefen sämtliche Duelle mehr oder weniger reibungslos. Matts Begleiter waren zutiefst von ihm überrascht. Sie kannten ihn stets als einen lustigen, jungen Mann, der nie etwas allzu ernst nahm, doch bei seinen Duellen war er höchst konzentriert und zeichnete sich als guten Duellanten aus. Er hatte nicht nur Spaß am Duellieren gefunden, sondern eine richtige Ambition entwickelt, ein anerkannter Duellant zu werden. Er nahm die Duelle sehr ernst und wollte sich keine Fehler leisten, die ihm einen Sieg kosteten. Er spielte nicht mit seinen Gegnern, sondern analysierte sie auf genauste Weise, um sie schnellstmöglich zu besiegen. Es waren eine der wenigen Momenten, in denen man einen erwachsenen Matt sah. Ganz im Gegensatz zu seinem Halbfinalgegner Adam Sullivan. Dieser war boshaft und duellierte sich derart brutal, dass der Richter mehrere Mal darauf hingewiesen hatte, dass es nicht um Leben oder Tod ging. Er wollte seine Gegner erniedrigen und ließ keine Chance aus, es auch zu tun. Das Halbfinalduell zwischen Adam und Matt startete beinahe mit einer sofortigen Niederlage für den aufsteigenden Duellanten. Adams Angriff war so gewaltig, dass Matt kaum eine Chance hatte, diesen mit einem Schutzzauber abzuwehren. Matts Schutzzauber zerbarst sogleich und die Wut des Aufpralls schleuderte ihn beinahe aus dem Duellring. Doch Matt raffte sich auf und holte zum Gegenschlag aus. Adam setzte auf Angriff und wehrte jeden von Matts Zaubern damit ab. Abschließend feuerte Adam einen erneuten Explosionszauber auf Matt, den dieser jedoch ins Leere schießen ließ, indem er zur Seite sprang. Adam geriet leicht in Rage und zündete weitere „Kanonenschüsse“ auf Matt, welchen er jedes Mal auswich. Sein besonderes Training hatte Wirkung gezeigt, er war agiler denn je. Der Sprinter gewann den Eindruck, dass sein Kontrahent mit gewaltiger Kraft angriff und damit all seine Gegner überfordert hatte. Dabei übersahen all sie alle, dass Adam nicht sonderlich wendig war. Mit schnellen Konterangriffen aus allen Richtungen sollte Matt ihn schließlich besiegen können. Adams Explosionszauber hatten den Kampfring mittlerweile zu einem Trümmerhaufen verwandelt. Viele Gäste forderten bereits ein Abbruch des Kampfes, da der brutale Zauberer nicht nur seinen Gegner gefährdete, sondern auch die Zuschauer. Der Duellrichter versicherte dem Publikum, dass sie keinen Schaden zu befürchten bräuchten. Der Kampfbereich war mit einem weiteren Schutzzauber abgesichert, dass ihm Falle von gefährlicheren Zaubern wie dem Explosionszauber kein Außenstehender verletzt werden würde. Indessen hatte Matt seinen Plan umgesetzt, doch seine Angriffe hatten keine Auswirkung auf Adams Körper. Er wurde mehrmals von Everte Statums getroffen, trotzdem zeigten sie keinerlei Wirkung. Statt zu fallen, blieb er wie ein Turm stehen. Matt musste ihn zu Fall bringen. So besaß er eine Chance, seinen Kontrahenten aus dem Ring zu befördern. Adams gefährliche Angriffe und besondere Leidenschaft zu Explosionszaubern erschwerten Matts Vorhaben. Es gab eine Möglichkeit, aber Matt sträubte sich dagegen, einen so mächtigen Zauber anzuwenden. Das Duell wendete sich mehr zu Gunsten von Adam. Obwohl er nicht sonderlich flink war, erreichten seine mächtigen Attacken, dass Matt kaum Gegenangriffe starten konnte und stattdessen seinen Attacken auswich. Bald würde Matt nicht mehr die Kondition haben, um ihm standzuhalten. Matt merkte das auch, weshalb er sich zähneknirschend entschied, den Zauber zu wirken. Dem Publikum stockte der Atem. Adam war erneut bereit, einen gewaltigen Explosionszauber anzuwenden, während Matt bewusst in die Schusslinie lief. Bevor der Explosionszauber Matt traf, wirkte er den Reflexionszauber, der die knallende Explosion zurückschleuderte. Das Aufeinanderprallen entfachte eine Druckwelle, welcher Matt nicht mehr standhalten konnte. Beide Kontrahenten flogen durch die Luft und prallten auf das zerstörte Duellfeld auf. Da Matt durch seinen Reflexionszauber etwas geschützt war und nicht die gesamte Wucht abbekam, erholte er sich schneller und stand als erster wieder auf den Beinen. Er schritt auf seinen noch liegenden Kontrahenten zu. Je näher Matt auf Adam zu ging, desto klarer wurde ihm, dass etwas nicht stimmte. Adam regte sich nicht und schien bewusstlos. Matt beugte sich vor ihm und fühlte seinen Puls. Nichts. Er spürte ihn nicht. Ihm wurde klar, dass sein Kontrahent nicht nur einfach bewusstlos war. Sofort rief Matt die Medimagier. Während sie den bewusstlosen Duellanten untersuchten, trat Matt einige Schritte zurück und begriff, dass er seinen Kontrahenten höchstwahrscheinlich getötet hatte. Ihn plagten Selbstzweifel, ob es nicht zu gefährlich gewesen war, den Reflexionszauber anzuwenden. Immerhin bekam Adam die gesamte Kraft seines Zaubers direkt zu spüren. Laura hatte sich derweil durch die Menge gekämpft, um ihrem Freund beizustehen. Als sie sich ihm näherte, hielt sie einen Moment inne, da Matt für wenige Sekunden aufleuchtete. Es war, als ob sein ganzer Körper glühte. So schnell wie dieser Moment da war, so schnell war er auch wieder verschwunden. Laura glaubte, es sich eingebildet zu haben. Matt war verstreut und konnte nicht glauben, was er getan hatte. Laura versuchte ihn zu beruhigen.

    Der anwesende Novator erkannte, dass der Schlüsselträger erwacht war. Im Anschluss an das Turnier teilte er seiner Herrin sofort mit, dass Adam Sullivan seinen Auftrag erfolgreich erfüllt hatte. Obwohl Matt glaubte, seinen Kontrahenten getötet zu haben, versicherten die später untersuchenden Heiler, dass der Explosionszauber kaum Wirkung auf seinen Körper gezeigt hatte. Er war durch die Druckwelle unglücklich auf ein Trümmerstück gefallen, verursacht von ihm selbst. Salijas Plan war aufgegangen. Ihr Novator hatte sich selbst geopfert, um den Schlüsselträger zu erwecken. Allein der Glaube daran, jemanden unbewusst getötet zu haben, löste das letzte Siegel für den Schlüsselträger.


    DER ERZÄHLER FLIEHT



    Nach dem Desaster mit dem Meisterduellanten hatte Salija Preston einen phänomenalen Erfolg gefeiert. Matthew Christensen hatte seine Rolle als Schlüsselträger angenommen – unbeabsichtigt natürlich. Ihre Angst, dass der Meisterduellant Dieppe aufsuchen und ihren Sitzpunkt verraten würde, schwand dahin. In den nächsten Wochen galt ihre Aufmerksamkeit dem Ortsbewahrer, der einzige und gleichzeitig letzte Schutzpatron, der noch nicht entdeckt wurde. Glücklicherweise war Salija in einem enormen Vorteil. Der Erzähler, jener Schutzpatron, der das ganze Spiel ins Rollen gebracht hatte, war ihrer rechten Hand Daren Grimes in die Hände gefallen und diente nun als Kompass für den Ortsbewahrer. Dank Darens Eingreifen tötete Salija den Erzähler nicht, sondern hielt ihn am Leben. Daren hatte sie nämlich daran erinnert, dass die Patronen untereinander eine Partnerschaft verband und sie sich gegenseitig spürten. Dennoch war die Suche nach dem Ortsbewahrer nicht so einfach. Der Erzähler spürte zwar seinen Partner, jedoch konnte Salija nicht den genauen Radius ausmachen. Ihr zweiter Schutzpatron in Gefangenschaft war Salija eine gute Hilfe gewesen, immerhin hatte dieser die Patronin Svea gespürt, als sie in London gewesen war. Dadurch konnte Salija zwar die Anziehungskraft der Partner eingrenzen, aber das war immer noch zu ungenau. Das bedeutete viele Reisen durch verschiedenste Länder. Wochen vergingen, als Salija Europa als Ortungsziel strich und beschloss, nach Afrika weiterzureisen. Es war der einzige Kontinent, dem sie bisher kein Interesse schenkte. Ihre Suche führte sie quer durch Afrika, bis sie auf einmal in Nigeria Glück hatte. Ihr Ortungspatron spürte plötzlich eine schwache Verbindung. Sie suchten Städte auf, in denen der Ortsbewahrer wenige Zeit zuvor gewesen sein musste. Salija nahm seine Magiespuren auf, um ihn so noch schneller zu finden. Mithilfe des Erzählers und der Magiespur dauerte es nur noch einige Tage, bis sie den unbekannten Schutzpatron fand. In Gombe war Salija kurz davor gewesen, den Ortsbewahrer ausfindig zu machen, wenn nicht der Orden gewesen wäre. Der mächtigen Hexe war nicht aufgefallen, dass sie bereits seit Wochen observiert wurde. Bevor sie den Schutzpatron aufgreifen konnte, griffen die Ordensmitglieder an und überrumpelten die Obernovatorin. In der Euphorie des vergangenen Erfolges und der baldigen Errungenschaft hatte sie den Orden gänzlich vergessen. Dieser Überfall kostete Salija viel. Ihr gelang es zwar, die Ordensmitglieder zu besiegen, aber sie hatten nichts anderes erwartet. Ihr einziges Ziel war es, den Patron aus Salijas Fängen zu befreien. Mit einem Portschlüssel beförderten sie ihn an einen anderen Ort. Die Schwarzmagierin tobte vor Wut und zerstörte den gesamten Stadtteil.


    EIN KURZWEILIGER ERFOLG



    Nach der Befreiung des Schutzpatrons folgte ein sofortiges Ordenstreffen. Das Treffen fand auf dem scheinbar verwahrlosten Bauernhof des verstorbenen Muggel Dougal McGregor, das zum neuen Hauptquartier des Ordens avanciert war. Minerva McGonagall, das neue Oberhaupt des Ordens, versprach dem Schutzpatron den bestmöglichen Schutz, den der Orden ihm bieten konnte. Der Patron nahm dies dankend an, dennoch wollte er trotz seiner monatelangen Leiden mit den Ordensmitgliedern reden. Der Erzähler wusste, dass er dem Orden notwendige Informationen geben konnte, um Salija vielleicht doch noch aufzuhalten. Die Mitglieder lauschten den Worten des Schutzpatrons sehr genau, denn er teilte ihnen Unglaubliches mit: Wie jeder Schutzpatron war auch ihm eine besondere Fähigkeit zuteil geworden. Man nannte ihn klassischerweise den Erzähler, weil er die Geschichte der Finsternis kannte. Was jedoch keiner wusste und das wusste selbst Salija nicht, weil sie die Geschichte bereits durch ihren Bruder kannte und er keinen Widerstand bei ihrer Ortungsmission leistete, war die Tatsache, dass er den gesamten Geschichtsverlauf kannte. Jedes Mal, wenn ein wichtiges Ereignis im Zusammenhang der Finsternis stattfand, erhielt er Visionen und erfuhr davon. Normalerweise hätte er sämtliches Wissen verschriftlichen können, jedoch tat er es nicht, da es dem Erzähler verboten war, um das Geheimnis zu wahren. Zu seinem Bedauern hielten sich nicht alle Erzählerpatronen daran und auch er konnte sich nicht freisprechen. Denn er hatte damals ebenfalls gesprochen, um sein Leben zu schützen. Er hätte nur nie erwartet, dass jemand so machtgierig war, der der Geschichte nachging und es sich zum Ziel setzte, das Chaos zu befreien. In der Vergangenheit hatten es mehrere Menschen ebenfalls versucht, jedoch scheiterten sie allesamt und verschwanden in die Vergessenheit. Seine Tat sorgte für Unmut in der mittlerweile dezimierten Ordensgruppe. Der Erzähler hatte tatsächlich eine Teilschuld an der gesamten Misere. Hätte er damals sein Wort gehalten und nichts erzählt, wären man nicht in der jetzigen Situation. Minerva schlichtete die Situation, um den Schutzpatron weitererzählen zu lassen, immerhin berichtete er ihnen, dass er ein wahrhaftes Lexikon war. Er trug jeglichen Moment in sich, der mit den Puzzlestücken zusammenhing. Der Schutzpatron erzählten den Ordensmitgliedern einige Dinge, sie durften ihm auch Fragen stellen, welche er versuchte zu beantworten. So erfuhr der Orden unter anderem, wie Salija die Schutzpatronen gefunden hatte, wie Puzzlestücke in ihrem Besitz kamen, dass der Verstärkerpatron aktuell in Salijas Obhut, aber auch gleichzeitig nutzlos für den Orden war. Interessant für alle war die Tatsache, dass Salija eine bittere Niederlage gegen den Machtpatron erlitten hatte. Dank seines Puzzlestückes, was eine lebensechte Illusion eines geliebten Menschen erzeugte, konnte er Salija demütigen. Der Erzähler teilte dem Orden mit, dass sie sich vor diesem Patron fürchtete und man sich mit ihm verbünden müsste, denn so könnte man Salija tatsächlich besiegen. Den geheimen Sitzpunkt der Novatoren konnte er nicht mitteilen. Dieser war für die Geschichte anscheinend nicht relevant genug, dass er es durch eine Vision erfuhr. Was er mitteilen konnte, war die häufigere Anwendung der französischen Sprache. Man vermutete daher, dass Frankreich ein möglicher Sitz war. James Scott erkundigte sich nach der mysteriösen rechten Hand Salijas, denn er geriet ebenfalls mehrfach mit den Puzzlestücken in Kontakt. Da jene Person ihn vor knapp eineinhalb Jahren gefangen hatte, wusste der Erzähler über ihn Bescheid. Er offenbarte ihnen, dass Salijas rechte Hand kein geringerer als der aktuelle MACUSA-Präsident Daren Grimes war. Jener initiierte Salijas erfolgreichen Ausbruch, indem er Verbündete in die Aurorengruppe integrierte. Vincent Christensen war entsetzt. Er hatte damals in Kontakt mit Daren gestanden und keinerlei Antisympathie gespürt. Daren hatte sich sogar noch dagegen ausgesprochen und konnte die Entscheidung des damaligen Präsidenten nicht nachvollziehen. Ferner war er gegen die Novatoren losgezogen und hatte sich aktiv für die Bekämpfung dieser ausgesprochen. Alles nur Show. Vincents Entsetzen wandelte sich aber wenige Minuten später in blanker Wut um. Der Erzähler offenbarte das Geheimnis um den Schlüsselträger. Der Orden wusste zwar, dass nur der sogenannte Schlüsselträger das Siegel brechen konnte, ihnen war jedoch nicht bekannt, dass Salija eben diesen bereits geschaffen hatte. Es handelte sich um Matthew Christensen, Vincents jüngerem Sohn. Beim schicksalhaften Duellturnier hatte sich Matt als Schlüsselträger offenbart. Vincents konnte sich nicht mehr zurückhalten und explodierte vor Wut. Nun wusste er, warum Salija seinen Sohn damals entführt hatte. Sie hatte von Anfang geplant, ihn zum Schlüsselträger zu machen. Der ehemalige Aurorenleiter wollte sie nun mehr denn je tot sehen. Salija hatte nicht nur seine geliebte Frau Gabrielle getötet, nein, sie nutzte auch noch seinen Sohn für ihren perfiden Plan aus. Die anderen Mitglieder versuchten den aufgebrachten Vater zu beruhigen, was nur mäßig gelang. Für ihn stand außer Frage, dass die Beschützung seines Sohnes oberste Priorität hatte. Die meisten Mitglieder unterstützten ihn, das Problem war nur wie? Viele kannten den stürmischen, jungen Mann. Würde man ihm offenbaren, dass er wohlmöglich die größte Katastrophe der Menschheitsgeschichte befreien konnte, würde es ihn höchstwahrscheinlich überfordern. Er würde dumme Dinge anstellen. Man beschloss, ihn von nun an strengstens zu beobachten, um seine Sicherheit zu gewähren. Da Laura Daily nicht nur Matts Lebensgefährtin, sondern auch Sam Milows Cousine war, konnte er seine Cousine unauffällig als Spionin benutzen. Zuletzt forderte der Schutzpatron den Orden auf, seinen Partner, den Ortsbewahrer, aufzufinden. Dank seiner Verbindung zu ihm konnte er ihnen bei der Suche behilflich sein. Der Umstand, dass er sich vor wenigen Stunden noch in Gombe, Nigeria, befand, war ein wichtiger Anhaltspunkt. Bevor ein Trupp zusammengestellt wurde, der mit dem Schutzpatron nach Gombe zurückkehrte, fragte Nathan Gifford, warum der Erzähler ihnen nicht einfach das Wissen des Ortsbewahrers offenbaren konnte. Eine Frage, die jedes Ordensmitglied aufhorchen ließ. Warum sollten sie die Gefahr eingehen und den Schutzpatron ausfindig machen, wenn der Erzähler bereits alles wusste?! Der anwesende Schutzpatron enttäuschte seine Zuhörer, denn der Ortsbewahrer war noch nicht aktiv in die Geschichte eingetreten, weshalb er keinerlei Kenntnis über ihn hatte. Hätte Salija ihn bereits gefunden und alles Wissenswerte erfahren, würde der Erzähler es wissen. Noch in der gleichen Nacht teilte der Orden sich auf. Ein Teil war für den Schutz Matthew Christensens verantwortlich, ein anderer Teil reiste nach Nigeria und ein anderer Teil wiederum suchte das Zauberkloster des Machtpatrons in Nepal auf. Hatte der Orden tatsächlich noch eine Chance zu gewinnen?


    ES REGIERT DIE NEUE MINISTERIN



    Salija Prestons Wutausbruch in Gombe war erst der Anfang. Sie kehrte nach Dieppe zurück und befahl ihren Novatoren, gezielt verschiedenste Muggelstädte zu attackieren. Ihr war es gleich, ob sie nur Zerstörung anrichteten oder zielgerichtet mordeten. Die Menschen, sowohl Muggel als auch Zauberer, sollten verstehen, dass man die oberste Novatorin nicht wütend machen sollte. Das Zaubereiministerium war sofort einsatzbereit und schickte alle vorhandenen Auroren sowie Strafverfolgungspatrouillierte in den Kampf gegen die wütenden Novatoren. Es war ein herber Rückschlag für das britische Zaubereiministerium, denn es konnte nicht verhindern, dass die Muggel den offenen Einsatz von Magie wahrnahmen. Tausende Gedächtnisse mussten geändert bzw. gelöscht werden, das war zu viel für die Ministeriumsangestellten. Sie taten ihr Bestes, dennoch kursierten mittlerweile etliche Videos im Internet. Gegen die Muggeltechnik hatte sich das Ministerium immer noch nicht zur Wehr setzen können. Die britische Zaubergemeinschaft hatte genug. Charles Travers musste von seinem Posten als Zaubereiminister weichen. Er war einfach nicht in der Lage, der magischen Gesellschaft genug Sicherheit zu bieten.

    Wenige Tage nach der Verabschiedung Charles Travers als Zaubereiminister wählte das Zaubereiministerium ein neues Oberhaupt. Normalerweise war das Ministerium zu dieser Zeit unterbesetzt, da Sommerferien waren und viele Familien mit ihren Kindern in den Urlaub fuhren, doch in diesem Jahr waren sämtliche Urlaube gestrichen worden. Alle Ministeriumsangestellten waren aufgefordert worden, umgehend ins Ministerium zurückzukehren, um das entstandene Chaos zu bereinigen. Das Ministerium wählte schließlich die in Großbritannien unbekannte Helena Knighton zur neuen Zaubereiministerin. Helena Knighton war bisher vor allem durch ihren Ehemann Panis Knighton, dem magischen Botschafter Australiens, bekannt geworden. Helena war zwar seit einigen Jahren selber im Ministerium tätig, dennoch hielt sie sich bisher im Hintergrund, um nicht zu sehr mit ihrem Ehemann verglichen zu werden. Das konnte sie nun nicht mehr verhindern, denn es war Panis Knighton selbst, der viel für seine Frau warb. Ihre Versprechen hatten das Ministerium überzeugt. Helena stand nun an der Spitze der britischen Zaubergemeinschaft.

    Ministerin Knighton behielt Travers Gesetz ein, dass jeder Ministeriumsangestellter befugt war, Gedächtniszauber wirken zu dürfen, um die magische Gesellschaft vor den Muggeln zu bewahren. Ihr Plan war es, das Gesetz auszuweiten, um allen Hexen und Zauberern zu erlauben, Gedächtniszauber anwenden zu dürfen. Sie setzte außerdem ein neues Gesetz auf: Gedächtniszauber waren nun fester Lehrplan im Zauberkunstunterricht ab der sechsten Klasse. Im neuen Schuljahr sollten die UTZ-Schüler jene Zauber lernen, um gewappnet zu sein, die Zauber anwenden zu können, wenn der Magie die Enthüllung drohte. Das widerstrebte jedoch dem aktuellen Schulleiter John Flanagan, weshalb er seines Amtes enthoben und Donald Hodge als neuer Schulleiter der Hogwarts-Schule eingeführt wurde. Dieser Schritt wurde von einigen Seiten kritisiert, Ministerin Knighton verteidigte ihren Entschluss, denn es ging um nichts Minderes als um die Sicherheit der magischen Gesellschaft. Alle mussten einen Teil dazu beitragen. Als neue Zaubereiministerin war es Helenas Pflicht, in Kontakt mit dem Muggelpremierminister zu treten. Sie nutzte dieses Treffen direkt, um mit dem Minister der Muggel eine Kollaboration einzugehen. Es war im Interesse beider, dass die Muggelwelt nicht erfahren sollte, dass Zauberei wirklich existierte, weshalb der Premierminister versprach, die besten IT-Experten des Landes damit zu beauftragen, sämtliche Videos aus dem Internet zu entfernen. Im Gegenzug würden die Zauberer die Gedächtnisse derer verändern, die die Videos veröffentlicht hatten. Ministerin Knighton unterschrieb diesen Deal, mit der Forderung, dass die IT-Experten mit gesonderten Hexen und Zauberern zusammenarbeiten mussten, da man eine Infiltrierung der Squibs fürchtete. Zuletzt setzte Ministerin Knighton ein Kopfgeld auf alle bekannten Squibs, die der magischen Gesellschaft geschadet hatten.

    Den aufbegehrenden Squibs war die neue Ministerin ein Dorn im Auge. Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger Travers ging Helena Knighton in die Offensive und brandmarkte sie mit Kopfgeldern. Bisher hatten sie großen Schutz in der Muggelwelt genossen, doch die Kopfgelder beschränkten sich nicht nur auf die Zaubergemeinschaft. In der Muggelwelt wurden sie als Terroristen eingestuft und ebenfalls gesucht. Die Squibs wollten den Tagen der Euphorie einen Dämpfer versetzen. Sie publizierten die Existenz einer geheimen Ministeriumsabteilung namens M.A.G.I.E. Dahinter verbarg sich eine gesonderte Anstalt der Mysteriumsabteilung, die Kinder und Jugendliche als Testobjekte für Forschungszwecke magischer Flüche, Krankheiten und Zaubertränke missbrauchte. Seit Jahrhunderten verstümmelten die dortigen Wissenschaftler menschliche Testobjekte zum Wohle des Fortschritts. Die magische Gesellschaft war erschüttert über die Grausamkeit dieser Anstalt und appellierte an das Ministerium, Rede und Antwort zu stehen. Ministerin Knighton war sofort bereit, der Bevölkerung Antworten zu liefern. Sie war erst wenige Wochen im Amt, weshalb sie bisher keinerlei Auskunft über diese Anstalt hatte. Für Knighton war der Verursacher des Problems die Mysteriumsabteilung. Seit Existenz des Ministeriums wurde der Mysteriumsabteilung vollkommene Unabhängigkeit geschenkt. Niemand wusste wirklich, welche Forschungen die Unsäglichen betrieben. Das sollte sich nun ändern. Die Mysteriumsabteilung würde ihre Unabhängigkeit verlieren sowie folgte eine sofortige Schließung der Anstalt. Alle Angestellten würden ein Disziplinarverfahren erwarten, ebenso wollte man nach den geflohenen Probanden suchen. Zur Überraschung der Squibs war die magische Gemeinschaft zufriedengestellt und vertraute ihrer neuen Ministerin, statt ihr Misstrauen zu schenken.


    DER ORTSBEWAHRER



    In der Zwischenzeit beschützte der Orden insgeheim Matthew Christensen, suchte in Nepal nach einem Zauberkoster und erkundete die Stadt Gombe in Nigeria nach dem Ortsbewahrer. Trotz der Zerstörung war jener Schutzpatron in Gombe geblieben, der Erzähler spürte nämlich immer noch seine Nähe. Der Orden war auf der Hut vor Salija Preston, denn man erwartete jederzeit ihre Rückkehr. Die dortige Suche war von Erfolg gekrönt. Der Ortsbewahrer gab sich zu erkennen und schloss sich dem Orden an, bevor Salija ihn fand. Ihre Suche lief stattdessen ins Leere.

    Zurückgekehrt im neuen Hauptquartier offenbarte der Ortsbewahrer sein Geheimnis. Das Gefängnis des Chaos‘ befand sich in ihm selbst. Sein Blut war dazu imstande, das Gefängnis zu materialisieren. Dafür musste er jedoch vollständig ausbluten und folglich sein Leben geben, was keine Option für ihn war. Der Orden wollte die Sicherheit beider Schutzpatronen gewährleisten, also beschloss man, zwei Ordensmitglieder zu erwählen, die den Aufenthaltsort mit einem Fidelius-Zauber verbergen sollten. Es fand eine geheime Wahl statt, sodass niemand wusste, welches Ordensmitglied den Fidelius-Zauber wirkte. In den kommenden Tagen verschwanden beide Schutzpatronen zu unbekannten Orten. Man glaubte so, die Patronen vor Salija geschützt zu halten.


    MINISTERIUM VS. ORDEN



    Im Ministerium fragte man sich unterdessen, warum die Novatoren etliche Muggelstädte attackiert hatten. Man konnte Salija Preston mittlerweile so einschätzen, dass sie zu solchen Befehlen griff, wenn sie einen Misserfolg erlebt hatte. Panis Knighton redete seiner Ehefrau zu, den Orden verantwortlich zu machen, denn es war schier unmöglich, dass der Orden seine Planung dem Ministerium offenbarte. Sie agierten weiterhin ohne den Einfluss des Ministeriums, das bewiesen allein schon die Observierungen bekannter Ordensmitglieder. Der Orden durfte nicht mehr alleine handeln, er musste mit dem Ministerium kooperieren, sonst würde Helena schon bald ihren Ministerposten verlieren. Der Einfluss ihres Mannes hatte zur Folge, dass Helena anordnete, das aktuelle Oberhaupt des Ordens Minerva McGonagall festzunehmen und nach Askaban zu schicken. Die plötzliche Festnahme überraschte McGonagall. Die im Ministerium tätigen Ordensmitglieder waren über diese Operation nicht in Kenntnis gesetzt worden. Ministerin Knighton besaß folglich einen eigenen Kreis der Vertrauten, der uneingeschränkt ihren Anordnungen nachging. Der Orden wurde offiziell als Feind des Ministeriums deklariert. Infolgedessen wurden weitere Ordensmitglieder verhaftet und nach Askaban geschickt.

    Nach einer kurzen Erfolgswelle wurde der Orden Opfer der neuen Politiklinie der Ministerin. Die übriggebliebenen Mitglieder versammelten sich trotzdem und besprachen ihren weiteren Verbleib. Es herrschte Uneinigkeit zwischen ihnen, weil sie nicht das gleiche Schicksal wie ihre gefangenen Mitstreiter teilen wollten. Man überlegte, Askaban zu stürzen, dazu fehlte ihnen aber die Kraft und außerdem würde es das Bild des bösen Ordens bekräftigen. Sie mussten das Schicksal ihrer Verbündeten leider hinnehmen. Man war sich jedoch einig, dass diese Operation nicht unbewusst getätigt wurde. Paranoid oder nicht, der Orden glaubte jedenfalls, dass Salija dahintersteckte. Sie entschieden, Zusammenhänge zwischen Salija und möglichen Ministeriumsangestellten zu finden.

31.01.2020, 02:10
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  • DAS VERSTECKSPIEL IST AUS
  • SHOWDOWN IM ZAUBERKLOSTER
  • DER ORDEN ZERBRICHT
  • DAS LETZTE PUZZLESTÜCK
  • DAS CHAOS WIRD BEFREIT
  • SALIJA UND DAS CHAOS
  • DIE FOLGEN DES CHAOS‘


    DAS VERSTECKSPIEL IST AUS



    Der Orden zeigte kaum noch Aktivität, schließlich war ihnen nun bekannt, dass sie von allen Seiten beobachtet wurden. Den Suchenden in Nepal hatte man per Patronusbotschaft mitgeteilt, Großbritannien nicht mehr aufzusuchen und bei einem möglichen Erfolg ein anderes Land für ein Treffen auszuwählen. Salija Prestons Suche nach dem Ortsbewahrer verlief dank des Ordens ins Leere, dennoch blieb die oberste Novatorin relativ gefasst. Zu verdanken war es der aktuellen Situation in Großbritannien. Wie schon der MACUSA war ihr das britische Zaubereiministerium in die Hände gefallen. Mithilfe des Ministeriums wurde der Orden derart geschwächt, dass er kaum in der Lage war, noch weiter gegen sie zu agieren. Der Orden mag zwar einige Erfolge gefeiert haben, aber das erschütterte die selbstbewusste Hexe nicht. Sie würde auch die letzten Widersacher brechen, um ihr Ziel zu erreichen. Infolgedessen konzentrierte sich Salija vollständig auf den Machtpatron. Sie würde nicht noch einmal gegen ihn versagen.

    Der Winter zog langsam ins beruhigte Großbritannien ein. Weder der Orden noch die Novatoren sorgten für irgendeine Aufruhr im Lande. Die Squibs versuchten weiterhin, die magische Gesellschaft auffliegen zu lassen, aber die Zusammenarbeit zwischen dem Zaubereiministerium und der britischen Regierung verhinderte Schlimmeres. Ministerin Knighton hatte endlich für eine Ruhephase im Land gesorgt. Man konnte Weihnachten mit seiner Familie feiern und mit seinen Freunden ins neue Jahr starten.

    Im Februar dann endete die Ruhe vor dem Sturm. Emma Dobbs, eine Unsägliche und insgeheim ein Mitglied des Ordens, hatte ihre Recherchen beendet und wollte diese nun der magischen Gesellschaft präsentieren. Der Tagesprophet war selbstverständlich bereit, Emmas Informationen zu veröffentlichen. Die Abendausgabe des zwölften Februars wurde eine der schnellverkauftesten Ausgaben der vergangenen Jahre. Die Wizzer-Mirrors konnten der Flut an Kommentaren nicht standhalten. Emma Dobbs hatte kundgegeben, dass sie als aktives Ordensmitglied in die Öffentlichkeit ging, um die britischen Zaubergemeinschaft darüber zu informieren, dass der Ehemann der Zaubereiministerin ein Novator war und dieser auf Wünschen von Salija die Ministerin in ihrem Handeln beeinflusste. Emmas Beweise waren stichfest und konnten nicht widerlegt werden. Sie lag genau vor, von wem die Informationen stammten und gab auch zu, dass sie nicht regelkonforme Mittel genutzt hatte, um an dieses Wissen zu gelangen. Die Unsägliche sah sich aber dazu verpflichtet, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Viele Ordensmitglieder saßen zu Unrecht in Askaban. Der Orden mag eine große Schuld an dem Chaos der vergangenen Jahre haben, nichtsdestotrotz waren sie die einzige Organisation, welche aktiv gegen die Novatoren vorgingen und das bestmögliche versuchten, um sie aufzuhalten. Man hätte einer Kooperation mit dem Zaubereiministerium ehrlich zustimmen können, doch war das unter den vergangenen Zaubereiministern nicht möglich gewesen. Statt dem Orden Vertrauen zu schenken, versuchte man ihn systematisch zu zerstören, um stattdessen einer Novatorensympathisantin zu vertrauten. Helena Knighton hatte das Unmögliche geschafft. Sie hatte eine Ruhephase geschaffen, in der sich die Gemeinschaft erholen konnte. Doch zu welchem Preis? Ihr Ehemann hatte sie so manipuliert, dass sie dem Orden sämtliche Mittel genommen hatte, um Salija etwas entgegenzusetzen. Durch Panis Knighton hatte Salija die Möglichkeit, ein gesamtes Land nach ihrem Belieben zu lenken. Doch warum hatte sich Panis Knighton den Novatoren angeschlossen? Die Antwort war einfach: Macht. Salija hatte ihm vollständige Befehlsgewalt über sein geliebtes Land Australien versprochen. Panis wollte der strahlende Stern am Himmel Australiens werden. Ministerin Knighton nahm noch in der Nacht Stellung zu der Meldung. Mit ihren ersten Worten erklärte sie ihren sofortigen Rücktritt. In der Pressemitteilung zeigte sich Helena bestürzt über die Vorwürfe gegenüber ihres Manns, doch waren sie zu ihrem Bedauern wahr. Nach dem Lesen des Abendpropheten bat sie ihren Mann sogleich zu einem Gespräch, in dem er ihr all die Vorwürfe bestätigte. Er erklärte ihr, dass er es nur zum Wohle der Familie getan hatte, aber das änderte nichts an der Tatsache, dass Helena einfach ein Mittel zum Zweck war. Hatte sie doch tatsächlich geglaubt, dass ihr Mann sie bei ihrem Vorhaben, Zaubereiministerin zu werden, ohne Hintergedanken unterstützen würde, wurde sie nun bitterlich getäuscht. Deshalb konnte Helena trotz ihrer Unschuld nicht weiter das Amt der Zaubereiministerin tragen. Ihre letzte Handlung als Ministerin war die Freilassung der inhaftierten Ordensmitgliedern, was sie noch vor der Pressemitteilung angeordnet hatte. Von Panis hatte sich Helena nicht verabschieden können, er wurde kurz nach dem Gespräch mit seiner Ehefrau tot aufgefunden.

    Nach dem ereignisreichem Februartag rehabilitierte sich der Orden langsam. Der Aufenthalt in Askaban saß den entlassenden Mitgliedern noch in den Knochen, aber sie mussten weitermachen. Der Machtpatron musste gefunden werden. Im Zaubereiministerium herrschte ein erneutes Chaos. Helenas Abgang war richtig, doch wusste niemand so recht, wen man an die Spitze der Regierung setzen sollte. Man entschied sich schließlich für Jeremy Bloom, dem Leiter der Zaubergamot-Verwaltungsdienst-Abteilung. Bloom erklärte in seiner ersten Ansprache, dass er den Weg seiner Vorgängerin fortsetzen werde. Die Kooperation mit der britischen Muggelregierung war wichtig und sollte weiterhin fortbestehen. Er erhoffte sich auch, dass der Orden die Hilfe des Ministeriums in Anspruch nahm, wenn sie Unterstützung im Kampf gegen die Novatoren benötigten.


    SHOWDOWN IM ZAUBERKLOSTER



    Salija Preston war keineswegs begeistert, dass sie ihre Machtposition in Großbritannien verloren hatte. Es hätte ihr Arbeit erspart, aber das hielt sie auch nicht mehr auf, ihr Ziel zu erreichen. In den Tiefen des Berges Gangapurnas befand sich das Zauberkloster, in dem der Schutzpatron beinahe sein gesamtes Leben verbracht hatte. Durch genaue Recherchearbeit konnten die Ordensmitglieder das Zauberkloster ausfindig machen. Wer sie dort erwartete, hätten sie sich kaum vorstellen können. Der Schutzpatron war ins Kloster zurückgekehrt. Besser hätte es nicht sein können. Als Oberhaupt des Ordens reiste Minerva McGonagall selber nach Gangapurna, um den Schutzpatron zu überzeugen, sich dem Orden anzuschließen. Mit seiner Hilfe bestand eine Chance, Salija unschädlich zu machen. Der Meisterduellant willigte ein und forderte sogar seine Kameraden auf, sie in dem Kampf zu unterstützen. Jener Kampf kam früher als erwartet. Durch ihre Fähigkeit, eine Magiespur verfolgen zu können, hatte Salija den Schutzpatron ausfindig gemacht. Sie kam jedoch nicht alleine. Daren Grimes, ihre rechte Hand und oberster Novator neben Salija, stand ihr bei. Schnell entflammte ein Kampf um Leben und Tod. Die Mönche waren allesamt der zauberstablosen Magie mächtig und gewannen schnell die Oberhand im Kampf. Doch Salija war vorbereitet. Sie ahnte, dass die dort lebenden Mönche diesen Magiezweig beherrschten, weshalb sie nicht nur ihre rechte Hand als Unterstützung dabeihatte. Im Laufe des Kampfes erschienen immer wieder Hybridnovatoren der Klasse Halbdementor. Im Vorfeld hatte Salija eine große Gruppe Novatoren herbeordert, weil sie den Aufenthaltsort des Patrons bereits kannte. Auf ihrer ersten Suche nach ihm hatte sie von diesem Kloster gehört und spätestens nach der ersten Begegnung mit dem Schutzpatron wusste sie, dass das Kloster im Berg Gangapurna seine Heimat war. Sie hätte nur nicht erwartet, dass er an seinem Ursprungsort zurückkehrt war. Als sie seine Magiespur jedoch weiterverfolgte und sie diesem Ort immer näherkam, wurde es ihr schlagartig bewusst. Dafür benötigte Salija nicht einmal die Verfolgung seiner Spur. Die Halbdementoren mischten sich ins Kampfgeschehen ein und richteten viel Schaden an. Sie saugten den Mönchen und den Ordensmitgliedern alle glücklichen Erinnerungen aus. Eine Niederlage stand bevor, weshalb Minerva den Schutzpatron dazu aufforderte, sofort zu fliehen. Das Kloster war überrannt mit Halbdementoren. Der abgelegene Ort machte es den Verteidigern schwer, sich ordentlich gegen solch eine Übermacht zu wehren. Minerva forderte den direkten Kampf mit Salija und Daren, um sie abzulenken, damit der Patron fliehen konnte. Es widerstrebte dem Mönch, die Flucht zu ergreifen, aber es war das einzig richtige, sonst hätte Salija an diesem Tag das Puzzlestück bekommen. Minerva war eine hartnäckige Duellantin und lieferte sich ein beeindruckendes Duell mit den beiden obersten Novatoren, was sie jedoch nicht gewinnen konnte. Es sollte ein weiterer Siegeszug des Ordens werden, doch es endete in einer katastrophalen Niederlage. Minerva verlor nicht nur den Kampf, sondern auch noch ihr Leben. Den Mönchen ereilte das gleiche Schicksal. Die übrigen Ordensmitglieder wurden gefangengenommen und zurück mit nach Dieppe genommen.


    DER ORDEN ZERBRICHT



    Als das Hauptquartier kein Lebenszeichen von ihrem Oberhaupt erhielt, reisten einige Mitglieder nach Nepal, um das Zauberkloster aufzusuchen. Was sie dort vorfanden, versetzte ihnen ein Schock. Überall fanden sie die leblosen Körper der Mönche vor und schließlich den von Minerva McGonagall. Nach Dumbledore war nun ein weiteres Urgestein des Ordens gestorben. Trotz des Schocks untersuchten die Ordensmitglieder das Kloster nach einer Spur des Schutzpatrons. Da sie aber keinerlei Anhaltspunkte besaßen, wussten sie nicht, wonach sie suchen sollten. Mit McGonagalls Leichnahm kehrten sie zurück nach Großbritannien, um ihr wenigstens ein anständiges Begräbnis zu gestatten.

    McGonagalls Beerdigung bereitete den verbliebenen Ordensmitgliedern viel Trauer und Kummer. Wieder einmal war jemand für den Orden gestorben und wieder einmal war diese Person umsonst gestorben. Der Schutzpatron war verschwunden, wohlmöglich war er bereits in Salijas Händen. Ebenso fehlte jede Spur von den Mitgliedern, die das Zauberkloster ausfindig gemacht hatten. Man wusste nicht, ob sie noch lebten oder ebenfalls schon tot waren. Hatte der Orden einmal Erfolg, erhielt er sogleich eine gewaltige Retourkutsche. Der Kampf gegen Salija hatte beinahe den gesamten Orden ausgelöscht. Es waren nicht mehr viele Mitglieder vorhanden, die den Kampf gegen Salija wagten. Einige von ihnen erholten sich immer noch von dem Aufenthalt in Askaban, andere fürchteten sich mittlerweile nur noch. Es war keine Zeit für Erholung, dennoch konnten die verbliebenen Mitglieder nicht mehr. An diesem Tag löste sich der sagenumwobene Orden des Phönix auf. Man hoffte, dass der unbekannte Anwender des Fidelius-Zaubers genug war, um Salijas vollkommene Machtergreifung zu verhindern. Trotz allem waren einige Mitglieder bereit, Matthew Christensen weiterhin unbemerkt zu beschützen. Er war der letzte Punkt auf Salijas Liste und durfte ihr keineswegs in die Hände fallen. Es stand außer Frage, dass sein Vater Vincent Christensen ihn weiterhin observierte. Salija sollte nicht auch noch ihn bekommen.

    Zurück in Dieppe ordnete Salija eine genaue Befragung der gefangenen Ordensmitglieder an. Es war ihre Spezialität, ihre Gefangenen derart zu foltern, dass sie redefreudig waren. Sie benötigte Informationen über den Ortsbewahrer. Das Foltern der Ordensmitglieder zeigte Wirkung. Nach Tagen des Folterns war das erste Mitglied gebrochen, sodass Salija freien Zugang zu seinen Gedanken hatte. In diesem Informationspool fand die oberste Novatorin heraus, dass der Orden den Fidelius-Zauber als erneute Schutzmaßnahme verwendet hatte. Weiter erfuhr sie von dem Umstand der Geheimniswahrung des Anwenders. Man verwendete schlichtweg eine einfache Auslosung. Die Schutzpatronen wählten selbst ihren Aufenthaltsort sowie ihren Geheimniswahrer mit einer Auslosung aus. So kannten wirklich nur die beiden Geheimniswahrer ihr Versteck. Demzufolge bestand Salijas nächste Aufgabe darin, jedes einzelne Ordensmitglied in ihre Obhut zu bringen, um den Geheimniswahrer zu enthüllen. Es bedurfte dieser langen Prozedur jedoch nicht. Ruthie MacLorenz, eine der gefangenen Ordensmitgliedern, war allen Anschein nach eine der Geheimniswahrer. Ruthie war sehr willensstark, aber gegen Salijas Bestreben nach dem Ortsbewahrer hatte sie keine Chance. Die gebrochene Frau nannte den Aufenthaltsort des Ortsbewahrers. Dass Salija derart Glück hatte, war für sie beinahe unvorstellbar gewesen. Immerhin bestand eine 50:50 Chance, den falschen Geheimniswahrer im Besitz zu haben. Es war ihr Schicksal, das Chaos zu befreien und eine neue Welt zu kreieren, anders konnte sie es sich nicht erklären.

    Salijas nächstes Ziel war die nigerianische Hauptstadt Abuja. Dort versteckte sich der Ortsbewahrer und glaubte, vor der obersten Novatorin sicher zu sein. Der Schutzpatron war zutiefst schockiert, als Salija plötzlich in seinem Haus stand. Der Kampf zwischen ihnen währte nicht lange, zu gelähmt war der Schutzpatron über Salijas Auftreten. Das verschaffte ihr einen immensen Vorteil, denn der Patron war ihr schutzlos ausgeliefert. Ohne große Mühen drang Salija in seine Gedanken ein und erfuhr von seiner tatsächlichen Bedeutung. Sein Blut öffnete das Tor zur versiegelten Finsternis. Sie brauchte demzufolge nicht zu fürchten, dass der Orden den Ort bewachte, denn der Schutzpatron konnte ihn an jeder Stelle öffnen. Sobald sie also alle Puzzlestücke besaß, konnte sie ihren grandiosen Plan durchführen.


    DAS LETZTE PUZZLESTÜCK



    Oberste Priorität hatte nun der Meisterduellant. Salija Preston nahm ihre drei ranghöchsten Obernovatoren mit auf die letzte Suche nach dem Machtpatron. Durch seine langjährige Ausbildung im nepalesischen Zauberkloster war der Patron ein Anwender der zauberstablosen Magie. Dieses Überraschungsmoment hatte beim ersten Mal gewirkt und Salija musste eine Niederlage eingestehen. Der Angriff im Zauberkloster hatte jedoch bewiesen, dass er gar nicht so mächtig war. Der Schutzmechanismus des Puzzlestückes hatte die verrückte Hexe damals geschlagen. Nichtsdestotrotz wollte Salija auf Nummer sicher gehen und wagte keinen weiteren alleinigen Angriff auf den letzten Schutzpatron.

    Es dauerte noch einen ganzen Monat, bis die ranghöchste Novatoreneinheit den Schutzpatron fand. In der ukrainischen Stadt Poltawa wurde seine Magiespur immer größer und schließlich gab er sich seinen Gegnern zu erkennen. Der Machtpatron wollte das Duell mithilfe des Puzzlestückes gewinnen, aber wie schon im Kloster wirkte das Puzzlestück nicht. Anscheinend war seine Wirkung auf eine Person beschränkt. Nun waren die Novatoren im Vorteil. Der Patron war zwar ein brillanter Duellant und konnte mit seiner zauberstablosen Magie einige Angriffe für sich entscheiden, aber Salijas Obernovatoren waren eine geschlossene Einheit. Will Walker oder besser gesagt Callum Christensen war der Taktiker und befahl die anderen Obernovatoren. Joe Miller war der Angreifer und griff zu brutalen Attacken, um den Patron schnellstmöglich zu schwächen. Gegenangriffe interessierten ihn nicht, er nahm sie einfach hin. Damit dies jedoch nicht der Fall war, griff Samantha Harris ein. Sie war die Verteidigerin und ein Hybrid. Durch jahrelange Experimente war sie zu einem Halbdrachen geworden und nutzte ihre robuste Haut, um jegliche Angriffe abzuwehren. Gegen Salijas Obernovatoren hatte der Schutzpatron keine Chance, er verlor den langwierigen Kampf. Voller Stolz überreichten sie ihrer Meisterin das letzte Puzzlestück. Jetzt fehlte nur noch der Schlüsselträger.


    DAS CHAOS WIRD BEFREIT



    Niemand wusste, dass Salija Preston kurz vor der Befreiung der Finsternis stand. Der Orden war zerbrochen und viele Mitglieder versuchten die vergangenen Ereignisse hinter sich zu lassen. Es gab noch vereinzelnd Mitglieder, die den Kampf gegen Salija nicht aufgegeben hatten, aber durch ihre Schutzmaßnahme mit den beiden Schutzpatronen wussten sie nicht, ob Salija den Ortsbewahrer finden konnte. Man schwieg nämlich weiter darüber, wer die Geheimniswahrer waren. Es war ihre einzige Hoffnung zu glauben, dass Salija den Geheimniswahrer niemals fand. Der Machtpatron war ebenso schwer zu finden. Nach dem Kloster hatte man keine weitere Spur. Der einzige Hinweis, ob Salija Erfolg hatte, war Matthew Christensen. Er war ihr auserwählter Schlüsselträger. Sie benötigte ihn, um die Finsternis zu befreien. Würde sie ihn holen, wussten die geheimen Wächter, dass Salija ihr Ziel beinahe erreicht hat.

    In der WG von Matthew Christensen, Nick Perlman und Summer Lovett war es in den vergangenen Wochen deutlich ruhiger geworden. Nick war mittlerweile wieder in Singapur und fuhr dort sein Studium fort. Matt und Summer waren demzufolge wieder alleinige Bewohner dieser chaotischen WG, wobei man deren Partner Laura Daily und Logan Hyde nicht vergessen durfte. Sie waren immerhin genauso häufig dort wie die eigentlichen Bewohner auch. Manchmal hatte Matt sogar den Eindruck, dass er Logan häufiger sah als Summer. So war es auch in den vergangenen Tagen gewesen. Aufgrund intensiverer Trainingsphasen kam der Profiduell erst spätabends nach Hause und bekam nur noch Logan zu Gesicht, da Summer anscheinend schon schlief. Laura verbrachte die letzten Tage auch nicht in der Chaoten-WG, also fiel Matt meistens erschöpft ins Bett. Dass es etwas nicht stimmte, bemerkte das sonst so wachsame Energiebündel gar nicht. Sein momentanes Training schaffte ihn einfach zu sehr. An seinem freien Tag schlief Matt zunächst aus und wollte anschließend seiner Freundin einen Überraschungsbesuch abstatten. Vorher wollte er seine Mitbewohnerin noch etwas ärgern, weil er schon ein schlechtes Gefühl hatte, sie seit über einer Woche nicht mehr in Rage versetzt zu haben. Normalerweise war Summer in der Mittagszeit höchst aktiv, immerhin kommentierte sie eifrig mit ihrem Wizzer jeden erdenklichen Modeblog. Doch es war nichts zu hören von Summer. Nur Logan saß im Wohnzimmer und las irgendetwas. Als Matt Summers Freund fragte, wo sie denn war, meinte er lediglich, sie wäre auf ihrem Zimmer. Prompt schaute Matt nach, aber ihr Zimmer war leer. Sogar ihr Wizzer lag noch auf ihrer Kommode. Matt wusste, dass seine quirlige Mitbewohnerin nie ihren Wizzer vergaß. Etwas stimmte nicht. Noch bevor er sich umdrehen konnte, traf ihn ein Schockzauber.

    Als Matt wieder zu Bewusstsein kam, befand er sich an einem komplett anderen Ort. Sein erster Anblick war nicht erfreulich. Salija Preston stand tatsächlich vor ihm. Matt wollte aufstehen, aber Fesseln hinderten ihn daran. Er wollte sie intuitiv attackieren. Konnte man es ihm verübeln? Salija hatte ihn schließlich als Baby entführt, seine Mum getötet, seine Tante getötet und sie bereitete ihm immer noch Alpträume, von denen er nie sprach. Salija lachte den ausgelieferten Matt aus. Er konnte ihr nichts anhaben, egal wie sehr er versuchte, sich von den Fesseln zu befreien. Die oberste Novatorin fragte ihren Gefangenen, ob er den Grund für seine Anwesenheit kannte. Während Matt sich darauf konzentrierte, die Fesseln loszuwerden, knirschte er lediglich boshaft, dass es wohl Logans Schuld war. Salija beglückwünschte ihn für seine richtige Wahrnehmung. Logan trat aus dem Hintergrund hervor und lächelte Matt finster an. Summers Freund war so froh, endlich seine Tarnung auffliegen zu lassen. Er hatte noch nie eine derart unerträgliche Person wie Summer kennengelernt. Das Zusammensein mit ihr war die Hölle auf Erden. Wenn sie nicht ein wichtiges Hilfsmittel gewesen wäre, hätte er sie schon längst umgebracht. Seine Worte erfüllten Matt mit Hass. Hatte er Summer etwas angetan? Mit angriffsvoller Miene wollte Matt von Logan wissen, ob er ihr etwas zugefügt hatte. Dieser verspottete Matt und meinte lediglich, dass er die echte Summer seit Wochen nicht mehr gesehen hatte. Sie war durch eine Doppelgängerin ausgetauscht worden, von der Matt kaum Notiz genommen hatte. Der echten Summer ging es den Umständen entsprechend noch gut, aber nun wurde sie nicht länger gebraucht. Ihr Zustand konnte sich also jederzeit ändern. Matt beschimpfte den Novatoren und drohte ihm, dass er ihr nichts antun sollte. Salija amüsierte sich köstlich über Matts Reaktion. Er hatte sich ganz und gar nicht unter Kontrolle. Das konnte er nur von seiner Mutter haben. Vincent hatte sich stets unter Kontrolle, egal wie schlimm die Situation war. Matt wurde noch wütender. Er verbat Salija, von seiner Mutter zu reden. Es vergnügte sie, Matt derart aufgebracht zu sehen. Sie konnte sich jedoch nicht die ganze Zeit an seinem Hass ergötzen, schließlich hatte Matts Anwesenheit einen Grund. Neugierig fragte sie den jungen Mann, ob er wahren Grund für sein Hiersein kannte. Natürlich konnte er ihr nicht antworten, also erzählte Salija ihm die gesamte Geschichte. Dass sie ihn entführt hatte, um ihn eigentlich zu töten und dann beschlossen hatte, ihn für ihre Zwecke zu missbrauchen. Der tödliche Unfall beim Duellturnier war von ihr initiiert worden, um ihn zum Schlüsselträger zu machen. Er sollte das Siegel zur Finsternis brechen. Matte konnte nicht anders und brüllte auf vor Lachen. Glaubte die irre Hexe wirklich, er würde ihr dabei helfen, diese unerklärliche Macht zu befreien, vor der die ganze Welt Angst hatte? Eher würde er sterben, als ihr zu helfen! Salija glaubte bereits, dass es nicht so einfach war, Matt aufzufordern, ihr zu helfen. Also holte sie zum nächsten Schritt aus. Ihr rechte Hand Daren Grimes erschien mit einer weiteren Person vor ihnen. Es handelte sich um eine bewusstlose Laura. Salija erklärte dem schockierten Schlüsselträger, dass sich seine Freundin bereits seit mehreren Tagen in ihrer Obhut befand. Den lieben Nick hatte Salija außenvorgelassen, er hatte Matt immerhin wieder verlassen und erzeugte eigenständig eine Lücke. Matt durfte nun entscheiden. Das Leben seiner Freundin Laura oder seine Hilfe. Völlig überfordert mit der Situation wollte er die Vergewisserung, dass es die echte Laura war. Salija befreite die bewusstlose Laura von ihrem Zustand, welche sich sofort von Daren losriss und auf Matt zu rannte. Für einen kurzen Moment waren beide glücklich, sich wiederzusehen. Sie küssten sich und redeten einige Sekunden miteinander, bis es Salija zu viel Gefühlsduselei wurde. Sie griff nach Laura und zog sie gewaltsam weg von Matt. Laura brüllte ihrem Freund hinterher, dass er Salija auf gar keinen Fall helfen sollte. Die oberste Novatorin vergewisserte sich bei dem erregten Schlüsselträger, ob dieser Akt verzweifelter Liebe genug Beweis für ihre Echtheit war. Matts Selbstvertrauen war in diesem Augenblick gestiegen. Er spuckte Salija vor die Füße und erklärte ihr damit, ihr nicht helfen zu wollen. Salija richtete ihren Zauberstab auf Laura und setzte sie einem Fluch aus. Langsam begann Laura sich unwohl zu fühlen, bis sie schließlich vor Schmerzen schrie und meinte, sie würde innerlich verbrennen. Matt flehte Salija an, den Fluch zu lösen, aber die Schwarzmagiern verneinte lachend mit der Aussage, dass er ihr doch nicht helfen wollte. Verzweiflung breitete sich aus. Matt rang mit sich. Er wollte, dass Salija aufhörte, Laura zu quälen. Er wollte Salija aber auch nicht helfen. Was sollte er tun? Weinend brach der sonst so mutige junge Mann zusammen. Er schlug verzweifelt mit den Fäusten auf den Boden. Er konnte Laura nicht sterbenlassen, er konnte einfach nicht. Plötzlich vernahm Matt eine vertraute Stimme. Es war die Stimme seiner Mutter. Sie beugte sich auf einmal vor ihm, tröstete ihn. Gabriella half ihrem Sohn dabei, eine Entscheidung zu treffen. Sie flüsterte ihrem jüngsten Sohn zu, dass Laura ein Geheimnis verbarg, von dem er nicht wusste. Laura erwartete ein Kind. Wollte er das Kind leben lassen oder sollte es zusammen mit Laura sterben? Seine Entscheidung stand fest. Matt musste nicht einmal seinen Entschluss kundgeben, Salija kannte ihn bereits. Ihre Illusion mit dem Puzzlestück des Machtpatrons hatte ihren Zweck erfüllt. Gabriellas Erscheinen und die Lüge über das Kind beeinflussten den Schlüsselträger. Salija hielt ihr Versprechen und erlöste Laura von ihrem Fluch. Außerdem löste sie Matts Fesseln. Dieser stürzte sich sofort auf Laura, aber sie war zu schwach, irgendetwas zu sagen. Salija befahl dem anwesenden Novatoren, die Obernovatoren mit dem Ortsbewahrer herzubringen. Logan verschwand sogleich und wenig später trafen ihre ranghöchsten Novatoren mit dem Ortsbewahrer ein. Es war alles bereits. Zu dritt attackierten die Obernovatoren den schutzlosen Patron, um ihn ausbluten zu lassen. Sein Blut formte sich langsam zu einem Heptagramm. Salija übergab Matt die sieben Puzzlestücke, welche sich nacheinander mit ihm vereinten. Auf seinem Körper erschienen sieben leuchtende Male, welche die sieben Urpatronen symbolisierten. Als der Ortsbewahrer ausgeblutet zusammenbrach, forderte Salija Matt auf, das Heptagramm zu berühren. Wie in Trance ging Matt auf das Blutsiegel zu, beugte sich vor und berührte es. Das Heptagramm löste sich vom Boden, infolgedessen entstand eine Tür in der Luft. Das Siegel darauf zerbrach und der Weg war frei zu einem dunklen Raum. Zusammen mit Matt ging Salija durch die Tür. Sie fanden sich in einem pechschwarzen Raum wieder. Inmitten dieses Raumes schwebte eine schwach leuchtende Schatulle. Salija war sich sicher, dass darin das Chaos gefangen war. Matt ging auf die Schatulle zu und hielt seine Hand darauf. Sieben Schlösser zersprangen nacheinander. Es war geschehen. Die endgültige Versiegelung des Chaos‘ war gebrochen. Der Deckel der Schatulle sprang auf und ein dunkler Nebel schoss aus ihr heraus.


    SALIJA UND DAS CHAOS



    Der finstere Nebel drang sofort in Salijas Körper ein. Sie war erfüllt von unglaublicher Macht. Noch nie hatte sie sich so unbesiegbar gefühlt. In ihrem Kopf fanden tausende Ereignisse gleichzeitig statt. Sie wusste, sie war nun imstande, die gesamte Welt zu verändern. In ihr lebte jetzt eine gottesgleiche Macht. Nein, sie war Gott. Mit dem Chaos konnte sie niemand mehr aufhalten. Diese Machtmanifestation entfaltete eine gewaltige Explosion. Ein pechschwarzer Strahl erfüllte den Himmel von Dieppe. Die gesamte Stadt lag in Trümmern.

    Die unvorhersehbare Machtdemonstration erschütterte die ganze Welt. Überall spielte auf einmal das Wetter verrückt. Der Himmel blitzte, Stürme zogen auf. Nach wenigen Sekunden war das Schauspiel auch wieder verschwunden. Sowohl Muggel als auch Zauberer auf aller Welt fragten sich, was eben passiert war. Eine Antwort folgte sogleich. Überall erschienen Bilder von Salija und ihre Stimme hallte durch die Köpfe aller Menschen. Sie erklärte der Menschheit, dass sie das Chaos, einen Urzustand, welcher bereits vor Existenz der Erde da war, befreit hatte. In ihr befand sich die Macht eines Gottes und die Welt sollte wissen, dass sie ihr ausgeliefert war. Sie würde nun über das Schicksal der Welt entscheiden. Um der Menschheit eine Chance zu geben, offenbarte sie der Mehrheit der Ahnungslosen, dass die Welt voller Magie war und unter ihnen Millionen Hexen und Zauberer lebten. Der Ausgang dieses Wissens sollte über ihre weitere Existenz entscheiden. Um den nichtmagischen Menschen einen Beweis darzulegen, weckte sie die magischen Fähigkeiten vieler Menschen. Es waren verborgene Zauberlinien, welche noch nicht erwacht waren, um eine neue Reinblutlinie zu schaffen. Es lag in den Händen der Menschheit. Wofür würden sich die Menschen entscheiden? Würden sie in Frieden zusammenleben? Oder würden sich magische und nicht-magische Menschen bekriegen?

    Der sechste April im Jahre 2027 ging als der Tag ein, an dem Salija Preston das Konzept der gesamten Welt durcheinandergebracht hat.


    DIE FOLGEN DES CHAOS‘



    Sechs Monaten waren seit der Enthüllung der Magie vergangen. Es hatte sich viel auf der Welt getan. Es gab Zaubergemeinschaften, die sich ihren nicht-magischen Mitmenschen offenbarten und versuchten in Einklang zu leben. Andere Zaubergemeinschaften blieben dennoch im Geheimen, weil sie die Reaktionen der nicht-magischen Menschen fürchteten. Nicht ohne Grund hatte man vor Jahrhunderten entschieden, die Magie zu verbergen. Wiederum andere Zaubergemeinschaften bereiteten sich auf einen Krieg gegen ihre nicht-magischen Mitmenschen vor. Sie wollten ihr Recht einfordern, endlich das herrschende Glied in der Gesellschaft zu werden. Im Gegensatz dazu gab es auch nicht-magische Gemeinschaften, sich auf einen Krieg gegen die Zauberer vorbereiteten. In diesen Fällen waren besonders Squibs involviert, die den Nichtmagiern wertvolle Informationen lieferten. Das führte sogar dazu, dass der Präsident der amerikanischen No-Majs den Befehl zur Ausführung einer Atombombe gab. Noch bevor die Nuklearwaffe ein Ziel traf, vernichtete Salija die Massenzerstörungswaffe. Darauf folgte ihr Urteil: die vollkommende Unterwerfung der No-Majs. Daren Grimes herrschte mittlerweile als MACUSA-Präsident aller Bewohner der USA. Salijas Urteil ereilte noch einige Länder.

    Was war unterdessen in Großbritannien passiert? Der Inselstaat hatte nicht die Chance, sich friedfertig zu offenbaren. Die Muggelregierung zwang die magische Gesellschaft, sich preiszugeben. Die Muggel fühlten sich bedroht, denn die vergangenen Ereignisse und Bedrohungen beruhten einzig und allein auf magische Vorkommnisse. Ihre Leben waren gefährdet worden, nur um die Enthüllung der Zaubergemeinschaft zu verhindern. Das wollten die Muggel nicht auf sich beruhen lassen. Dass hinter der Wut der Muggel auch verbitterte Squibs standen, war der magischen Bevölkerung schnell klar. Das Land hatte die ungeliebten Squibs stets vernachlässigt und bekam nun die Quittung dafür. Statt ihnen ein Leben zwischen Zauber- und Muggelwelt zu gewähren, verbannte man sie aus der Zauberwelt. Mit ihrem Wissen über die Zauberwelt waren die Squibs den Muggeln eine große Unterstützung bei ihrer Bekämpfung gegen die Zaubergemeinschaft. Zwar versuchten einige Politiker der britischen Muggelregierung eine friedliche Einigung zu finden, aber die Hassschürer waren in der Mehrheit und fanden mehr Anklang in der Bevölkerung. Die traurigsten Resümees waren ein erfolgreicher Angriff auf die verborgene Winkelgasse sowie die Zerstörung des Elisabeth Towers. Das Verhältnis zwischen Zauberern und Muggeln war angespannt. Normalerweise wäre in diesem Fall Salijas Urteil gesprochen worden, aber der Inselstaat blieb verschont.

    Doch was war mit Salija geschehen? Es wurde schlagartig ruhig um die Richterin der Welt. Man vermutete, dass das Chaos die oberste Novatorin langsam zerfraß. Nicht einmal mehr ihre scheinbar vertrautesten Novatoren wussten über ihren Zustand Bescheid. Hatte sie die Welt ihrem Schicksal überlassen?

21.10.2020, 23:41
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